Bildungsmesse Mehr als 4800 Gesprächstermine bei der Vocatium

Neu-Ulm / Silas Kaatz 10.07.2018

Die Auswahl an Berufen und Studienmöglichkeiten ist vielfältig. Um sich im Dschungel der Angebote zurecht zu finden, haben sich Bildungsmessen etabliert. Inzwischen gibt es einige Schulen, die sich die Wirtschaft selbst ins Haus holen und eigene Messen anbieten. Neben der alle zwei Jahre stattfindenden großen Ulmer Bildungsmesse, sogenannten „Ausbildungsnächsten“ wie etwa „Next Step“, hat sich auch die Vocatium in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena etabliert.

Acht Verbände und 41 Betriebe haben sich vorgestellt.  Anders als bei den meisten anderen Messen dieser Art, mussten sich die Schüler im Vorfeld für die Gespräche anmelden. Mehr als 1600 Jugendliche aus 147 Schulen haben diese Chance genutzt, wobei alle Schularten und damit Abschlüsse zum Zug kamen.

Voranmeldung bewährt sich

Heutzutage gebe es den Trend, dass Schulabschlüsse sich vermischen, sagt Organisatorin Jette Schleicher. Nicht mehr jeder mit Abitur studiert, dafür kommen immer mehr über die berufliche Ausbildung zum Studium.

Das Konzept der Voranmeldung habe sich bewährt, sagten die Verantwortlichen auch nach der diesjährigen Messe. So sei gewährleistet  gewesen, dass jeder Schüler die benötigte Zeit bekommen hat, um auf seine individuellen Wünsche einzugehen. Laut Schleicher liefen mehr als 4800 Gesprächstermine. Das kommt bei den Schülern an, wie die 18-jährige Heidi Frey des Buigen-Gymnasiums Herbrechtigens bestätigt: „Mein Gespräch hat mich persönlich sehr weitergebracht, denn es hat mir die Bestätigung für meine spätere Berufswahl geliefert.“

Die 17-jährige Sarah Krämer teilte ihre Meinung, da das persönliche Gespräch besser als die klassische Internetrecherche sei, weil man hier direkt auf persönliche und individuelle Fragen eingehen könne, was einem allgemein ein besseres Gesamtbild liefert. Bis zu vier unterschiedliche Gespräche waren möglich. Damit dies alles reibungslos klappte, hatten im Vorfeld 60 Schulen Besuch von den Mitarbeitern des Instituts für Talententwicklung bekommen, die die Schüler vorbereiteten.

Ulms erster Bürgermeister Martin Bendel zeigte sich jedenfalls begeistert von dieser Art der Messe: „Genug Veranstaltungen wie diese kann es gar nicht geben in der Region, um Orientierung zu finden.“

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