Der 55-jährige Medieninformatiker erhielt bei der Wahl durch  Senat und Universitätsrat gleich im ersten Wahlgang 18 Ja-Stimmen, 5 Mitglieder enthielten sich, 4 stimmten gegen ihn. Weber, seit 1994 Professor an der Uni Ulm, war der einzige verbliebene Kandidat. Eine externe Bewerberin hatte ihre  Kandidatur vergangene Woche zurückgezogen –  aus privaten Gründen, wie am Rande der Wahlversammlung zu hören war.

Weber tritt sein Amt am 1. Oktober an, die Amtszeit beträgt sechs Jahre. Er löst Uni-Präsident Prof. Karl Joachim Ebeling (65) ab, der nach zwölf Jahren als Präsident in den Ruhestand geht.

Weber sagte unmittelbar nach der Wahl,  er sei „überwältigt“ von dem klaren Votum. „Als ich mich im Januar beworben habe, hätte ich nie gedacht, dass ich im Juli mit einem Blumenstrauß hier stehen werde.“ Als Präsident will Weber die Internationalisierung der Uni vorantreiben und verstärkt englischsprachige Masterstudiengänge anbieten. Auf dem Feld der  Forschung will er die Uni für die nächste Exzellenzinitiative (2016/17) fit machen und mehrere Exzellenzcluster auf den Oberen Eselsberg holen. Die Profilbildung der Uni müsse „verfeinert“ werden.

Weber, 1959 im rheinland-pfälzischen Ramstein geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seit 2000 leitet er das Institut für Medieninformatik der Uni Ulm und beschäftigt sich dort unter anderem mit der Mensch-Computer-Interaktion.