Entwicklungshilfe Marshallplan für Afrika übergeben

Berlin/Ulm / cmy 12.11.2016

Er ist Hauptautor der Denkschrift: Gestern hat der Ulmer Globalisierungsforscher Prof. Franz Josef Radermacher den vom Club of Rome initiierten „Marshallplan für Afrika“ in Berlin an Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) übergeben. Müller lobte die Vorschläge. Es gehe ihm nicht um einen Plan „für“, sondern „mit“ Afrika.

Club of Rome-Mitglied Radermacher sagte, dass Deutschland pro Afrikaner pro Jahr „nur zwei Euro“ geben müsse, um das Leben der Menschen dort besser zu machen. Aktuell sei Afrika das wichtigste Thema bei der Frage weiterer Flüchtlingsbewegungen. Zugleich bekräftigte der Leiter des Ulmer Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung (FAW), es gehe nicht darum, Einwanderung nach Europa zu verhindern. Ziel sei es, Afrika zu helfen, langfristig ein gleichwertiger Partner zu werden. Radermacher schlägt dazu einen „Fonds Zukunft Afrika“ vor, der allein auf deutscher Seite bis 2030 Gesamteinzahlungen von rund 120 Milliarden Euro umfassen soll.

Der Club of Rome ist eine Vereinigung von Führungspersönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zu Fragen der globalen Entwicklung. cmy

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