Eine Gewölbehalle mit Säulen, der Duft nach Parmesan, italienische Stimmen plus Italo-Musik. Wer die Augen schließt, könnte sich glatt wie in Apulien fühlen. Dort ist der Ursprung der „Masserien“, befestigte Gehöfte, die den Bauern und Gutsherren Schutz vor Räubern und Plünderern boten. Eine solche Masseria gibt es seit rund zwei Jahren auch in der Ulmer Innenstadt, im ehemaligen „Signora Maria“ in der Kramgasse. „Das war hier früher eine Markthalle“, erklärt Dani Solombrino, Neffe des Inhabers Francesco Masino.

Masseria Massino in Ulm: Pasta aus dem Parmesanlaib

Dieses Markthallenkonzept greift die „Masseria Masino“ auf – statt Schuhen wie im Mittelalter wird heute hier italienische Feinkost verkauft. Die Gäste werfen einen Blick auf die Karte und holen sich Bons für die verschiedenen Menü-Stationen. An der zentralen Rundtheke finden sich vorbereitete Antipasti und Desserts, aber auch frisch in der Cucina, der Küche, zubereitete Speisen. Aufsehen erregt immer wieder die Pasta aus dem großen Parmesanlaib.

Den ganzen Tag über gibt es zu essen, in der Mittagszeit bietet sich zudem der Mittagstisch an: „Der besteht aus einem Gericht plus Getränk und Salat oder Suppe. Den Preis von unter zehn Euro können wir anbieten, da wir direkt aus Italien importieren“, erklärt Dani Solombrino. Sein Onkel Francesco Masino ist Großimporteur für italienische Feinkost. Wer die Gerichte zu Hause nachkochen will – die Zutaten und viele Spezialitäten gibt es auch zu kaufen.

Beliebtes Frühstücksangebot am Wochenende

Am Wochenende, gerne zur Marktzeit, kommen die Gäste zum ausgiebigen Frühstück. Abends treffen sich die Weinliebhaber und genießen die große Auswahl: „Um unsere Weine vorzustellen, wechseln wir die Weinkarte alle zwei Wochen.“