Verkauf Nach Verkauf: Marke Passigatti besteht weiter

Neu-Ulm / jkl 17.01.2018
Eine Firma aus Hessen hat sich jetzt die Markenrechte des Neu-Ulmer Modelabels Passigatti gesichert.

Die Nachricht über die Schließung des Mode-Spezialisten Passigatti kam im vergangenen Oktober. Jetzt bestätigte der bisherige Inhaber des familiengeführten Unternehmens, Alexander Passigatti, Berichte des Fachmagazins „Textilwirtschaft“, wonach er die Markenrechte an die hessische Firma Fashion Accessoires and Bodywear verkauft hat. Er selbst werde dem Unternehmen aus Lauterbach gemeinsam mit einem Teil des bestehenden Design-Teams langfristig beratend zur Seite stehen. Eine neue Kollektion für den Herbst/Winter 2018 solle bereits zur Modemesse CPD Ende Januar in Düsseldorf vorgestellt werden. Mit Einzelhändlern seien neue Partnerschaften geplant.

Im vergangenen Oktober meldete Passigatti, das zu diesem Zeitpunkt 50 Mitarbeiter beschäftigte, überraschend, dass das 1950 gegründete Unternehmen den Betrieb Ende 2017 einstellen werde, auch um eine Insolvenz zu vermeiden. In der Vergangenheit hatte der Hersteller von Schals, Tüchern und Accessoires mit sinkenden Umsätzen zu kämpfen gehabt. Hintergrund dessen war neben Dumpingpreisen auch die Konkurrenz im Online-Handel, der in der Modebranche in den vergangenen Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat. Derzeit läuft noch am Münsterplatz ein Ausverkauf.