Martelltal/Ridnaun / uwe  Uhr
Gelungener Saisonauftakt für die Biathleten des DAV Ulm: Marina Sauter übernimmt im IBI-Junior-Cup die Führung, Lena Hanses wird im Alpencup-Sprint Zweite.

Schwere Strecken liegen Marina Sauter. Nach dem zweiten Platz im Einzel holte sich die Biathletin des DAV Ulm beim zweiten IBU-Junior-Cup in Ridnaun ihren ersten Sieg und auch die Führung in der Gesamtwertung. Sowohl läuferisch als auch am Schießstand ist die 20-Jährige sehr gut in Form, obwohl die Vorbereitung wieder nicht ganz problemlos war. Doch im Vergleich zur vergangenen Saison als sie nach ihrem Mountainbike-Sturz im Sommer nie ganz schmerzfrei laufen konnte, ist sie gut durch den Sommer gekommen.

Beim Sprint von Ridnaun blieb Marina Sauter ebenso wie die zweitplatzierte Französin Lou Jeanmonnot Laurent fehlerfrei, war in 23,47,0 Minuten auf den 7,5 Kilometer aber 12,8 Sekunden schneller. Dritte wurde die Bayerin Sophia Schneider (1/+15,3).  Das große Ziel ist nun die Junioren-Weltmeisterschaft Ende Februar in Otepää (Estland). „Jetzt freu ich mich aber erst einmal auf eine Pause“, sagte die beim Zoll angestellte Biathletin.

Volles Programm in Südtirol

Am Wochenende begann im Südtiroler Martelltal der Alpencup, bei dem die besten deutschen Nachwuchsathleten starten. Ein glänzender Einstand gelang Lena Hanses. Als Zweite des Sprints der Jugend 2 (Jg. 1999/2000) fehlten ihr 56,4 Sekunden zum Sieg. Während Franziska Pfnür (Ramsau/21:50,8 Min.) alle Scheiben traf, zielte die 18-Jährige einmal daneben. Für die anderen Ulmerinnen lief es nicht nach Wunsch. Marie Kast war gut ins Rennen gekommen, ließ im Stehendanschlag aber drei Scheiben übrig (35.). Noch schlimmer erwischte es Sabrina Braun (5/3), die auf dem enttäuschenden 39. Platz ankam.

Für den zweiten Tag war ein Super-Sprint angesetzt. Auf der 5 beziehungsweise bei den Männern 7,5  Kilometer langen Strecke sind vier Schießen zu bewältigen, die Strafrunde ist kürzer. Sabrina Braun rehabilitierte sich für den Vortag, obwohl sie mit sieben Fehlern nicht zufrieden war. In der Loipe lieferte die 17-Jährige aber die drittbeste Zeit und wurde letztlich Neunte,  1:34,6 Minuten hinter Siegerin Stefanie Wild (Schmiedeberg/1). Lena Hanses (7) kam als 13., Marie Kast (5) auf Rang 26 ins Ziel.

Für Lisa Kohler war es bei der Jugend 1 (Jg. 01/02) der erste internationale Wettkampf. Zum Auftakt noch zu nervös (70.), präsentierte sie sich am zweiten Tag besser. Vor allem die zwei fehlerfreien Schießen im Liegendanschlag dürften der 15-Jährigen Auftrieb geben. Insgesamt wurden es vier Fehler, was zu Platz 36 unter 80 Starterinnen reichte.

Deutlich enger ist die Spitze bei den jungen Männern zusammen. Philipp Lipowitz (2/1) fehlten 58,3 Sekunden auf Sieger Kevin Gotel (23:17,5/Italien), womit er zweitbester Deutscher war. Er verpasste als 11. aber den Sprung in die Top Ten. Das holte er im Supersprint nach: In 23:54,6 Minuten brauchte er als Neunter 49,7 Sekunden länger als der Österreicher Andreas Hechenberger. Der hatte nur einen Fehler, während der 18-jährige Laichinger fünf Fahrkarten schoss.

Licht und Schatten bei den anderen Ulmern. Felix Beier ließ einem guten Sprint (31.) einen schwachen zweiten Tag folgen (62.). Florian Lipowitz kehrte nach einem für ihn enttäuschenden 34. Rang als 19. des Supersprints wieder eher in die Regionen zurück, in denen er sonst anzutreffen ist.