Neu-Ulm Marchingband-Festival begeistert in der Ratiopharm-Arena

Schneidig: Ukranische Gäste beim Marchingband-Festival.
Schneidig: Ukranische Gäste beim Marchingband-Festival. © Foto: Matthias Kessler
Neu-Ulm / CHRISTA KANAND 19.04.2016
Das "Marchingband-Festival" hat mit schneidigen Choreografien 2000 Fans in der Neu-Ulmer Arena begeistert. Ein Musical-Sänger erzeugte Gänsehaut, eine Zuschauerin führte die 220 Mitwirkenden hinaus.

Der nachempfundene Berliner Reichstag gibt die Kulisse, die Ratiopharm-Arena den Paradeplatz für militärische und zivile Blasorchester aus sechs Nationen in völkerverbindender Mission. Farbenfrohe Uniformen, Trachten, Kostüme, Nationalfahnen, fesche Folklore-Tänzer und blitzendes Blech aus Polen, Österreich, Italien, Deutschland und der Ukraine.

Wobei sich die Schotten in Kilts mit Dudelsäcken als St. Gallener Highland-Piper entpuppten. Mit virtuosem Trommler-Sextett ernteten sie schon zu Beginn Begeisterungspfiffe. Die "Musikparade - Das Marchingband-Festival" war drei Monate deutschlandweit mit neuer Mega-Show und wechselnden Formationen in 30 Städten unterwegs. Die Abschlussgala voll Pomp, Pathos und Perfektion begeisterte am Sonntagnachmittag in Neu-Ulm 2000 Besucher.

Dass Orchester und Programmhefte fehlten und statt angekündigter 350 Künstler nur rund 220 auftraten, machten Spielfreude, geballtes Können und Show-Glanz wett. Die auswendig spielenden Instrumentalisten bewegten sich, mal witzig, mal schneidig elegant in Tanz- oder Marschschritten in raumgreifenden Formations-Choreografien.

Souverän führte Björn Gehrmann durch das dreistündige Programm: schöne Märsche und weltbekannte Melodien - von Chopins A-Dur-Polonaise über Strauß-Walzer bis zu Pop-Hits. Beim Medley des ukrainischen Militärorchesters überraschten vier Bläser mit Tanzkünsten. Da erblühte auch die Baritonstimme von Carl Ellis. Der Musicalstar, bekannt aus "Starlight Express" und der TV-Show "The Voice of Germany", erzeugte im grandiosen Finale, bei dem alle Teilnehmer als "Orchester der Nationen" der Verstorbenen Udo Jürgens und James Last gedachten, mit Leonard Cohens "Hallelujah" Gänsehaut.

Nach Standing Ovations übernahm die zehnjährige Amely aus dem Publikum vom ukrainischen Oberstleutnant Nikolai Smal bein den "Radetzky"- und "Alte-Kameraden"-Märschen den Taktstock. Und Abmarsch: zum Mitsing-Schlager "Auf Wiedersehn".

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