Meinung Kommentar zum Konflikt um den CSD: Mal in Ruhe reden

Lokalredakteur Frank König.
Lokalredakteur Frank König. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / Frank König 13.08.2018
Die Macher von Christopher Street Day und Paradekonzerten sollten Missverständnisse ausräumen.

Aus Sicht der bewährten Veranstalter der Paradekonzerte war das natürlich ein Schock, als sie am Sonntagmorgen auf dem Marktplatz eintrafen und dort noch aus Versehen die Bühne vom Christopher Street Day in der Landschaft stand. Aber man konnte sich behelfen, und die Blasmusiker mussten auch nicht unter dem eigentlich installierten Werbetransparent eines Reisebüros für die Ferien homosexueller Männer auftreten.

So bleibt im wesentlichen auch die bürgerliche Welt intakt. Daher sollten nun die Macher von CSD und Paradekonzerten – unter Moderation des Rathauses – aufeinander zugehen und in Zukunft solche Pannen vermeiden. Vielleicht könnte man auch eine versicherungstechnisch saubere Vereinbarung finden, die den Paradekonzerten die Benutzung der Bühne vorsichtshalber mal erlaubt.

Kein Grund, die Veranstaltung zu verlegen

Für die Verlegung der Veranstaltung auf den Volksfestplatz – schon ist von Verbannung die Rede – gibt es bisher jedenfalls keinen gravierenden Grund. Das könnte auch als Signal für Ausgrenzung verstanden werden. Gleichwohl tun die Grünen dem CSD mit dem vorgeschlagenen Umzug auf den Münsterplatz keinen Gefallen: Das würde den Event auch mit höheren Anforderungen an die Security sicher erheblich teurer machen.

Es geht vorrangig darum, dass beide Seiten mehr Verständnis füreinander zeigen – das meint aber wirklich auch beide Seiten.

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