Schlaghose, Tamagotchi, Nokia-Handy - das alles und noch viel mehr macht die 90er Jahre unvergesslich. Wer heute daran zurückdenkt, tut dies oft mit einer Prise Wehmut und einem breiten Grinsen. Die PartyJust 90ies“, die inzwischen seit acht Jahren im Ulmer Nachtclub „Rockside“ über die Bühne geht, nimmt ihre Gäste regelmäßig mit auf eine Zeitreise zurück in die alten Tage. Zum Jubiläum, das am 2. Oktober steigt, tritt eine Ikone der 90er auf: Sängerin Loona, die mit ihrem Song „Bailando“ einen der beliebtesten Dance-Hits der Dekade ablieferte.

Hi Loona! Meist spielst du auf den großen Bühnen des Landes. Nun geht es ins Rockside nach Ulm. Wie stehst du zu Konzerten im kleineren Rahmen?

Bei meinen Auftritten ist es mir generell wichtig, nahe beim Publikum zu sein. Das ist in kleineren Locations natürlich besonders gut möglich. Dann schicke ich auch gerne mal die Security weg und stehe direkt bei den Fans. Dadurch entsteht eine familiäre Atmosphäre, die das Konzert besonders macht.

Du wirst vor allem mit deinen älteren Hits „Bailando“ und „Hijo de la luna“ in Verbindung gebracht. Singst du diese Stücke auch heute noch gerne?

Ich war vor einiger Zeit mal auf einem Konzert von Prince. Dort haben viele erwartet, dass er „Purple Rain“ spielt - auch ich. Die Enttäuschung war groß, als er darauf verzichtete. Dieses Gefühl möchte ich meinen Fans nicht geben. Ich weiß, dass die Leute „Bailando“ unbedingt hören wollen, wenn ich auftrete. Und ich singe den Song noch immer gerne. Er hat meine Karriere angekurbelt, er ist magisch. Seine Euphorie nimmt mich bis heute immer wieder mit. Ein bisschen Bailando geht immer.

Du warst früher Jurymitglied in der Casting-Show „Popstars“, hattest deutlich mehr Auftritte. Inzwischen bist du ruhiger geworden.

Für mich war es wichtig, irgendwann kürzer zu treten. Ich achte mittlerweile sehr darauf, mir immer mindestens einen Samstag im Monat freizuhalten. Mir ist es wichtig, genügend Zeit mit meiner Tochter zu verbringen und auch Zeit für mich zu haben. Wer über viele Jahre permanent in der Öffentlichkeit steht, belastet seine Psyche.

Nach deinem Auftritt im Fernsehgarten vor einem Monat brodelte die Gerüchteküche. Einige Zuschauer vermuteten im Netz, dass du dich einer Brustvergrößerung unterzogen hast. Was sagst du dazu?

Ich hatte im Fernsehgarten einen pinken Body an, trug keinen BH darunter. Insgesamt also ein sexy Outfit. Dass dann gerne mal spekuliert wird, ist Teil des Showgeschäfts und für mich nichts Neues. Ich kann nur sagen: An mir ist alles echt. Wer daran zweifelt, kann gerne am Mittwoch ins Rockside kommen und sich vom Gegenteil überzeugen. (lacht)

Du bist zuletzt auch öfter mit deiner Tochter Saphira vor der Kamera aufgetreten. Würdest du ihr eine Karriere im Showgeschäft empfehlen?

Schon als Vierjährige wollte Saphira tanzen. Inzwischen ist sie auf einer Musical-Schule. Es ist ihre Leidenschaft und ich finde, dass sie ihr folgen sollte. Der Job als Sängerin, Tänzerin oder Entertainerin ist unglaublich spannend und hat mir ein tolles Leben ermöglicht. Das wünsche ich mir auch für meine Tochter.

Im vergangenen Jahr hast Du deine Erfolgssingle „Bailando“ neu aufgelegt. Hast du weitere Pläne für die Zukunft?

Ich möchte schon seit einigen Jahren eine Best-Of-Box herausbringen, die alle Abschnitte meiner Karriere beinhaltet. Da ich bei mehreren Labels unter Vertrag stand, ist das rechtlich etwas schwierig, aber ich arbeite daran. Vielleicht kommt die Box schon im neuen Jahr …

Dieser Artikel ist in Kooperation mit cityStories Ulm entstanden.

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