Für ein paar Stunden war am Samstag alles Granteln vergessen. Da konnte der Sturm den Leuten noch so sehr ins Gesicht blasen (draußen, beim Warten) und der Stehnachbar einem noch so nahe sein (drinnen, beim Schwitzen): Die zweite Linie machte den Menschen am Samstag in erster Linie Spaß.

Es war, als sei eine große Anspannung von der ganzen Stadt abgefallen. An ihrer Stelle machte sich Freude breit: Darüber, es geschafft zu haben. Darüber, dass das Ding endlich fährt. Und natürlich darüber, dass neuralgische Verkehrskreuzungen wieder voll funktionstüchtig sind.

Bis auf kleine Verspätungen war es eine gelungene Feier zur Inbetriebnahme, Singen, Klatschen und Schunkeln in der Bahn inklusive. Lockerheit lag in der Luft, die im tristen Winter gut tut.

Auch bei den Verantwortlichen war kollektive Erleichterung zu spüren. Manch einer freut sich jetzt vor allem darauf, wieder mal mehr schlafen zu können. Zwar stehen immer noch viele Arbeiten an, aber das Ziel, zum 9. Dezember zu starten, wurde gehalten. Darauf können die Stadt und ihre Bürger stolz sein.

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