Ulm / SWP  Uhr
Keine Spur von Sommerloch bei Liqui Moly. Der Motorenöl- und Additivspezialist aus Ulm verzeichnete im Juli mit 41,1 Millionen Euro den höchsten monatlichen Umsatz in seiner beinahe 60-jährigen Firmengeschichte.

"So wie die Außentemperatur gerade steigt, gehen auch unsere Produktions- und Verkaufszahlen nach oben", erklärte Inhaber Ernst Prost in einer Mitteilung.

Vergleichsweise verhalten war das Unternehmen, das seine Produkte in 110 Ländern vertreibt, zunächst in das neue Geschäftsjahr gestartet. Die angespannte Lage in Krisenländern wie Russland, der Ukraine, Syrien, Libyen und im Irak drosselte den Absatz. Zwischen Januar und Juli belief sich der Umsatz auf 260 Millionen Euro, sechs Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, dennoch leicht hinter Plan.
In den vergangenen fünf Jahren steigerte das Ulmer Unternehmen, das in Deutschland produziert, den Umsatz im ersten Quartal um knapp 100 Millionen Euro. "Dieses Ergebnis basiert nicht auf Gesundschrumpfen durch Lohnverzicht, Personalabbau oder Auslagerungen", erklärt Prost. "Unser Wachstum fußt auf Standorttreue, Treue zu den Mitarbeitern, Mitunternehmertum, Fleiß und Intelligenz", betont Ernst Prost. Eine Entwicklung, die auch in der Mitarbeiterzahl ihren Ausdruck findet: In den vergangenen zehn Jahren wuchs die von 341 auf 750.