Das erste Geschäftsjahr von Liqui Moly unterm Dach der Würth-Gruppe endet zwar erneut mit einem neuen Rekordumsatz: 544 Millionen Euro. Der Spezialist für Schmieröle und Additive verzeichnet aber nur zwei Prozent Wachstum. Außerdem kam der Ertrag unter Druck. Geschäftsführer Ernst Prost: „Die Handelskonflikte, der heiße Sommer und Kostensteigerungen haben unser Umsatz- und Ertragswachstum deutlich abgekühlt.“ Der Oktober war mit 54 Millionen Euro Umsatz freilich der erfolgreichste Monat der mehr als 60-jährigen Firmengeschichte.

Im Zuge der Handelskonflikte ging beispielsweise der Export nach China um mehr als ein Drittel zurück. Der für Liqui Moly wichtigste Exportmarkt Russland litt unter der Rubel-Abwertung. Jedenfalls gab es ein leichtes Wachstum im Inland. Allerdings wuchsen die Kosten, auch wegen Investitionen wie in ein weiteres Tanklager, spürbar um elf Millionen Euro. Dazu kamen Effekte aus höheren Rohstoffkosten und teureren Transporten auf dem Rhein wegen der Dürre von sechs Millionen. So ging der Ertrag, wie es heißt, „massiv in die Knie“. Prost sieht es philosophisch: „Nicht jedes Jahr ist gleich.“ Die Ausgaben für Marketing, vor allem mit dem neuen Vertrag für die Chicago Bulls, lagen bei fast 21 Millionen Euro. Auch die Ausgaben für Forschung nahmen auf fast sechs Millionen zu. Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich um 24 auf 848.