Ulm / kö Der Firmenchef von Liqui Moly, Ernst Prost, wendet sich gegen Rüstung, die zu viel Geld verbrauche. Das fehle dann zu Problemlösungen

Liqui-Moly-Firmenchef Ernst Prost hat eine dritte Stiftung zur Förderung und Erhaltung des Friedens gegründet. „Krieg ist Tod – Frieden ist Leben“, heißt es dazu in einer Mitteilung, die auch mit einem Zitat von John Lennon versehen ist: „Give peace a chance.“ Prost stellt fest: „Frieden ist Voraussetzung für Leben, Unversehrtheit und Wohlstand. Somit ist er das Gegenteil von Krieg – der Ursache von Tod, Leid, Schmerzen, Vertreibung und sozialem Niedergang.“ Und weiter: „Frieden ist unpolitisch und überparteilich und lässt sich nicht vereinnahmen.“ Die Stiftung Prosts, der zuletzt durch den Verkauf seiner Anteile an die Würth-Gruppe einen erheblichen Vermögenszuwachs erzielte, trägt den Titel: Menschen für Frieden – Frieden für Menschen.

Den Weltfrieden fördern

Ziel ist die Förderung friedenserhaltender Aktivitäten und Programme. Prost stattet die Stiftung mit 1 Million Euro aus seinem Privatvermögen aus. Seine Rechnung: Frieden bedeutet keinen Krieg. Kein Krieg bedeutet keine Waffen. Keine Waffen bedeutet mehr Geld, das zur Lösung der wirklich drängenden Probleme auf der Welt zur Verfügung steht. Er wolle einen bescheidenen Teil zum Weltfrieden beitragen.

Die Stiftung hat ihren Sitz am Wohnort Prosts in Leipheim. Sie werde wie die Ernst Prost Stiftung für notleidende Menschen und die Ernst Prost Foundation for Africa effizient geführt. Der Stiftungsvorstand setzt sich aus dem Stifter, seinem Sohn Benjamin Orschulik und Ernst Prosts Lebensgefährtin Kerstin Thiele zusammen. Alle drei arbeiten ehrenamtlich. Die Spannbreite reicht von Friedensforschung bis hin zum sozialen Frieden und bezahlbarem Wohnraum.

Das könnte dich auch interessieren:

Zukünftig sollen Bauern auch ohne Tierarzt Ferkel während der Kastration mit Isofluran betäuben dürfen. Viele sehen das kritisch.

Das traditionsreiche Haushaltswarengeschäft Abt verlässt den Münsterplatz und zieht in die Hirschstraße. Zumindest vorübergehend.