Ulm / HANS-ULI THIERER  Uhr
Zum Bau der Straßenbahnlinie 2 in Ulm musste die Stadt erhebliche Flächen aufkaufen. Eine erste Bilanz.

Ohne Grund und Boden geht gar nichts. Das zeigt der Bau der Straßenbahnlinie 2 auf den Kuhberg und auf den Oberen Eselsberg. Um bauen zu können, musste die städtische Abteilung Liegenschaften viele Grundstücke erwerben. Abteilungschef Ulrich Soldner zog jetzt Bilanz, nachdem alle notwendigen Flächen im Besitz der Stadt sind.

Mit dem Grunderwerb privater Flächen wurde im April 2013 begonnen, nachdem die Planfeststellung bekannt gemacht worden war. Für den Streckenast zum Kuhberg mussten sieben Verträge abgeschlossen werden, es ging dabei allerdings um kleine Grundstücke, insgesamt lediglich 265 Quadratmeter. Deutliche größer war der Flächenbedarf, um die Strecke zur  Wissenschaftsstadt in Angriff nehmen zu können. Soldner schloss neun Verträge ab über mehr als 5000 Quadratmeter.

Kaufen musste die Stadt auch Flächen für ökologische Ausgleichsmaßnahmen. Dafür erwarb Soldners Abteilung fast 30.000 Quadratmeter. Insgesamt kaufte die Stadt für den Bau der Linie 2 also mehr als 3,5 Hektar an Grund und Boden. Soldner: „Der Grunderwerb für die Linie 2 konnte jetzt nach drei Jahren  abgeschlossen werden.“

Weiter geht der Grundstückskauf für den Wohnungsbau. Fürs künftige Baugebiet Brückle in Donaustetten/Gögglingen an der B 30 sind die Verhandlungen abgeschlossen. Gekauft wurden 6,6 Hektar, auf denen von 2019 an 120 Wohneinheiten entstehen sollen. Gestellt sind die Weichen auch für den ersten Bauabschnitt im „Greut“ in Allewind auf dem Hochsträß. Vorgesehen sind dort 31 Grundstücke für Familienhäuser.