Ulm / JULIA KLING  Uhr
Die Anwohner am Kuhberg ärgern sich über die Belastung durch die Baustelle der Linie 2. Mit Vertretern von Stadt und SWU wurden Erleichterungen diskutiert.

Am Kuhberg wird für die Linie 2 gebaut, damit einher gehen Umleitungen über die Nebenstraßen. An diesem Konzept gibt es von Seiten der Anwohner Kritik. Am Mittwochabend kamen Vertreter der Stadt, der SWU und Anwohner zusammen, um Lösungen zu finden.

Umleitung Eine „positive Meldung“ hatte Ralf Gummersbach, Projektleiter Linie 2 der SWU, zu verkünden: Zwischen September 2016 und März 2017 ist die untere Römerstraße wieder in beide Richtungen befahrbar. Ab kommendem Frühjahr soll dann eine Umleitungsstrecke über die Bundesstraße 311 ausgeschildert werden, um Anwohner im Neunkirchenweg, Saarland-, Westerlinger- und St.-Barbara-Straße zu entlasten. Der Bitte, einen „Anlieger frei“-Bereich einzurichten, könne die Stadt nicht nachkommen, erklärte Ute Metzler von der Abteilung Verkehrsplanung. „Den Umleitungsverkehr muss man ertragen“, sagte Metzler.

Kontrollen Björn Semjan, Sprecher der Initiative „Linie 2 ja – zu hohe Verkehrsbelastung in Wohngebieten nein“, forderte verstärkte Geschwindigkeitskontrollen vor allem frühmorgens und spätabends. Zwar seien bei den bisherigen Kontrollen nicht überdurchschnittlich viele Tempoverstöße registriert worden, wie Torsten Fisch von der Stadt Ulm berichtete. Gummersbach kündigte dennoch erneute Kontrollen an.

Beschilderung Dem Wunsch nach mehr Tempo 30-Schildern will die Stadt nicht nachkommen. „Auf eine Tempo 30-Zone kann nur einmal hingewiesen werden“, erklärte Metzler. Reiner Durst vom Polizeipräsidium Ulm fügte an, dass die Wahrnehmbarkeit verloren gehe, wenn zu viele Schilder und Bemalungen auf der Straße seien. „Sie können auch zu viel tun.“ Den Wunsch der Anwohner, einen stationären Blitzer aufzustellen, will Metzler weitergeben. Hingegen sollen die Einbahnstraßen nicht für Radfahrer in beide Fahrtrichtungen frei gegeben werden. Der Forderung der Anwohner, dass nicht auf den Gehwegen, sondern auf der Straße geparkt werden soll, entgegnete Gummersbach, dass hier die Anwohner selbst aktiv werden müssen. Die Stadt könne, wenn gewünscht, auch hier kontrollieren.

Gewerbe Um Kunden und Zulieferern das Auffinden der Gewerbetreibenden in der Römerstraße zu erleichtern, werde in den kommenden Wochen ein Leitsystem eingerichtete, sicherte Fisch zu.

 Insgesamt dauern die Bauarbeiten am Kuhberg mindestens drei Monate länger als geplant. Grund sind notwendig gewordene Kanalerneuerungen in der Römerstraße.