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Die Baustelle in der Römerstraße besteht mindestens noch zwei Jahre. Anwohner entlang der Umleitungsstrecke sind darüber nicht erfreut.

In der Römerstraße wird gebaut, und das voraussichtlich noch mindestens zwei Jahre lang. Grund ist der Bau der Straßenbahnlinie 2, die von 2018 an von der Wissenschaftsstadt am Eselsberg bis zum Schulzentrum am Kuhberg fährt. Der Verkehr wird von der Römerstraße Richtung Schulzentrum in dieser Zeit über Saarlandstraße, Neunkirchenweg und Königstraße umgeleitet - was nicht alle Anwohner freut. "Vereinzelt gab es Kritik von Bürgern", sagt Torsten Fisch, bei der Stadt Ulm zuständig für die Task Force Linie 2. Mehr oder weniger hartnäckig halten die Anwohner an ihren Kritikpunkten fest. Ein Großteil der sich beschwerenden Anwohner gebe sich aber mit den Auskünften der Mitarbeiter der Stadt zufrieden. "Sie sind vielleicht mit der Lösung nicht zufrieden, aber akzeptieren die Erklärung, warum wir so handeln", erklärt Baubürgermeister Tim von Winning.

Zu den Kritikpunkten zählt etwa, dass die Verkehrsbelastung stark zugenommen habe. Vor allem auch durch Lastwagen und Stadtbusse, die wie der Privatverkehr die Umleitungsstrecke befahren. Auch die Frage, wer für etwaige Schäden an den Wohnhäusern aufkommt, treibt die Anwohner um. Ein Beweissicherungsverfahren an den Gebäuden ist von Seiten der Stadt nicht in Auftrag gegeben worden. "Denn unserer Ansicht nach kann eine Schädigung der Gebäude durch den Umleitungsverkehr annähernd ausgeschlossen werden", erklärt von Winning. Die Straße sei für Schwerlastverkehr freigegeben. Sollten im Einzelfall wider Erwarten dennoch Schäden auftreten, die durch den Umleitungsverkehr verursacht wurden, werde die Stadt dies durch einen Gutachter prüfen lassen und für die Kosten aufkommen. Den Eigentümern stehe es frei, eine Vorabbegutachtung auf eigene Kosten zu veranlassen.

Sollte nachweislich ein Schaden entstehen, werde die Stadt die Gutachterkosten verrechnen. Bei Geschwindigkeitsregelungen und der Einrichtung zusätzlicher Fußgängerüberwege oder Ampelanlagen habe die Stadt aber keinen Spielraum. "Da müssen wir uns an die Regeln halten", sagt von Winning.

Den Vorwurf, man habe die Anwohner nicht ausführlich informiert, weist Torsten Fisch von sich. "Wir haben zu den Info-Abenden und zu einer Streckenbegehung die Bürger eingeladen, und dabei auch ausführlich informiert."