Das Lessing-Gymnasium boomt: Waren es im Jahr 2008 noch 482 Schüler, sind es jetzt deren 761 in insgesamt 30 Klassen. Kein Wunder, dass die Lehranstalt aus allen Nähten platzt. Ein Neubau soll her, was noch fehlt, ist der Standort. Über den Sachstand hat Landrat Thorsten Freudenberger die Kreisräte im Schul-, Kultur-, Sport- und Stiftungsausschuss informiert.

Zehn Standorte hat der Landkreis, in dessen Zuständigkeit die Gymnasien liegen, prüfen lassen. Acht Plätze mussten aussortiert werden, weil sie offenbar zu klein waren. Zwei Standorte sind in die engere Wahl gekommen: zum einen eine Fläche nördlich des Parkhauses beim Dietrich-Kino in Wiley-Nord, zum anderen der jetzige Standort des Gymnasiums an der Augsburger Straße. Wie Freudenberger in der Sitzung aber zu erkennen gab, kämen ihm weitere Standort-Vorschläge aus dem Bereich der Stadt Neu-Ulm nicht ungelegen.

Alle möglichen Standorte sollen genauestens untersucht werden. Die Standortanalyse soll den zuständigen Ausschüssen des Kreistags schon im nächsten Frühjahr vorliegen. Dann will man sich an die konkreten Planungen machen.

Die ersten Pläne des Landkreises, das Gymnasium im Bestand zu erweitern, so dass an der Augsburger Straße bis zu 40 Klassen möglich gewesen wären, waren vor einem Jahr mit dem Planungsstopp gescheitert. Weil sich die Gesamtkosten dafür auf 41,5 Millionen Euro summierten, auch weil kein Nachweis für die Wirtschaftlichkeit einer Sanierung erbracht werden konnte und staatlichen Zuschüsse fraglich waren. Daraufhin war die Landkreisverwaltung beauftragt worden, einen Ersatzbau zu prüfen. Das sei, so Freudenberger, in Abstimmung mit der Stadt Neu-Ulm auch erfolgt.