Walter Uhl ist ein gut gebuchter Vertriebstrainer aus Neu-Ulm, der Termine vier bis fünf Monate im Voraus plant. Uhls Stärke sind die Workshops in Präsenz, sagt er selbstbewusst. „Das Online-Gedöns wollte ich mir mit über 60 Jahren nicht mehr antun.“ Dann kam die Pandemie und im März vergangenen Jahres brach sein Geschäft weg.
Nach vier Wochen Ruhe fragten die ersten Kunden nach Online-Workshops. Das Schlimmste an diesen Schulungen beschreibt Uhl so: „Tod durch Powerpoint.“ In diese Falle wollte er nicht tappen, also arbeitete er sich ein und entdeckte verschiedene Tools. Inzwischen hat sich Uhl mit Kolleginnen und Kollegen ein virtuelles Studio aufgebaut. „Ähnlich wie in der Tagesschau, nur läuft bei mir ein Film von Ulm im Hintergrund.“ Die Videos dreht er vom Neu-Ulmer Jahnufer aus. Interaktiv arbeiten mit einem virtuellen Whiteboard oder Flipchart – Uhl nutzt sämtliche Möglichkeiten. Die berufliche Krise in der Pandemie sieht er inzwischen als Riesenchance, denn er hat sich dadurch neu entwickelt.
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