Ein Hund aus Söflingen hat sich Anfang vergangener Woche mit Leptospirose infiziert und ist kurz darauf an der in hiesigen Gefilden selten vorkommenden bakteriellen Infektionskrankheit verendet. Die Gefahr einer Epidemie oder einer Übertragung auf Menschen besteht aus Sicht des städtischen Veterinäramtsleiters Dr. Thomas Ley aber nicht. Bisher sei jedenfalls kein weiterer Fall angezeigt worden.

Leptospirose bei Hunden äußert sich durch Fressunlust, Erbrechen und Fieber. Später sind die Tiere abgeschlagen und neigen zur Schnappatmung. Das war auch im Fall des Söflinger Hundes so. Nach dessen Ableben nahm der behandelnde Tierarzt Dr. Jörg Ludwig aus Nersingen eine Urinprobe und schickte sie ins Labor. Dort fand sich der Hinweis auf die Bakterien. Weil keine Antikörper nachweisbar waren, müsse die Infektion ganz frisch gewesen sein, schlussfolgert Ludwig. Leptospirose wird nicht nur von Hunden, sondern etwa auch von Mäusen, Ratten oder Katzen mit dem Urin ausgeschieden und gelangt so in den Boden oder in Wasserpfützen - vor allem im Sommer. Die einfachste Form der Verhütung ist die Vermeidung übermäßigen Kontakts zu anderen Hunden. Es gibt auch eine Impfung.