"Werbung für die Stadt Ulm und die deutsche Leichtathletik", das sind die deutschen Meisterschaften im Ulmer Donaustadion dieses Wochenende. Stefan Press, Cheftrainer des SSV 46, weiß, dass mit diesem Ereignis Großes auf die Stadt zukommt. Einmal die großen Nummern der deutschen Leichtathletik ganz nahe erleben. Die hat laut Press im letzten Jahr schon bei den Olympischen Spielen mit tollen Ergebnissen begeistert.

Arbeit steckt allerdings schon hinter diesem gigantischem Event. Mehr als 600 Helfer, hauptsächlich Vereinsmitglieder, Athleten und Eltern, werden dieses Wochenende im Donaustadion beschäftigt, fast alle ehrenamtlich. Benötigt werden die allemal, bei über 1100 gemeldeten Athleten. "Die Arbeit mag zwar nicht immer einfach sein, aber wenn man das Stadion dann mal so geschmückt sieht, ist das schon toll", sagt Wolfgang Beck, einer der Hauptorganisatoren der Meisterschaften. Ein ganzes Jahr Arbeit haben die Organisatoren für diese zwei besonderen Tage investiert. Laut Beck werden "10.000 bis 12000 Besucher" auf dem Gelände und in der Stadt erwartet. Freuen tut sich der Verein auf jeden Fall auf die Ereignisse am Wochenende: "So ein Event im Donaustadion zu haben ist eine tolle Sache", meint Beck. Auch Nora Westhauser, eine der Helferinnen, zeigt sich begeistert: "Es ist einfach ein tolles Erlebnis, so nah an den ganzen Athleten dran zu sein."

So viele Gäste müssen natürlich auch irgendwo untergebracht werden. Laut Tourist Information Ulm/Neu-Ulm sind die Hotels am Wochenende zwischen 95 und 99 Prozent ausgelastet. In den Unterkünften der Doppelstadt sind keine Zimmer mehr zu bekommen, nur in Ehingen und Öpfingen könnten Suchende ihr Glück noch probieren.

Auch viele ehemalige Leichtathletikkoryphäen halten sich kommendes Wochenende in der Region auf, wie beispielsweise die Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf und Christian Schenk, sowie Sprint-Ikone Armin Hary, worüber sich Frank Kowalski freut, der Veranstaltungsdirektor der Deutschen Leichtathletikmeisterschaften. Das Maritim-Hotel ist über das Wochenende komplett vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) belegt, auch weitere Hotels wie das Lago in der Friedrichsau, das Atrium in Böfingen und das Comfor-Hotel in der Stadtmitte beherbergen Funktionäre - und manche auch Sportler. Doch anders als man zuerst vermuten würde, bekommen die Sportler in der Regel keine Extras, wie spezielle Mahlzeiten oder außergewöhnliche Fitnessprogramme.

2009 waren Ulm und das Donaustadion das letzte Mal Austragungsort der Leichtathletikmeisterschaften, und auch für das nächste Jahr wurde die Stadt als Austragungsort gekürt. "Es ist günstig, dass der Fußball nicht dominiert", meint Kowalski, damit habe die Stadt gegenüber anderen Orten einen entscheidenden Vorteil. Außerdem sei das Donaustadion bis auf die für die Meisterschaft zu kleine Haupttribüne gut ausgebaut. Auch die Stadt trage dazu bei, dass die Veranstaltung zügig organisiert werden konnte. Veranstaltungsdirektor Kowalski: "Das geht nur in Ulm."

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