Lehr Lehr feiert 125 Jahre Feuerwehr

Lehr / KARIN REIMOLD 09.06.2013
Zum Fest der Feuerwehr – 125 Jahre besteht sie jetzt – hat am vergangenen Wochenende in Lehr alles zusammen gepasst: Sonne, Stimmung und der Spielmannszug der Feuerwehrleute.

Mit Pauken und Trompeten hat der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr gestern alle Lehrer auf der Straße zusammengetrommelt. Denn als Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Bestehen der Wehr zogen über 50 Gruppen durch die Gemeinde. Ob kostümierte Kindergarten- und Schulkinder, Mitglieder der Jugendfeuerwehr, Kameraden oder Senioren, das Ansehen der Feuerwehr ist augenscheinlich zeitlos. Aus der Umgebung nahmen deshalb verschiedenste Vereine und andere Feuerwehrabteilungen am Festgeschehen teil.

Bereits am Freitag hatten sich gut 500 Gäste im Festzelt auf das Programm am Wochenende eingestimmt. Unter anderem gab es Grußworte von Oberbürgermeister Ivo Gönner und Ehrungen für Feuerwehrangehörige, die sich durch ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet haben. Überreicht wurden die Orden von ganz besonderen Gästen: Prinzessin Petra I. und Prinz Charly I. hatten sich aus Oberlahr in der Nähe von Köln auf den Weg zu ihren Freunden gemacht. Denn der Spielmannszug aus Lehr ist weit über die Ortsgrenze hinaus bekannt. Schon zweimal spielten die Musiker auf dem Kölner Karneval, wo sich auch die Freundschaft zum Prinzenpaar entwickelte.

Was im Laufe von 125 Jahren Freiwillige Feuerwehr Lehr geschah, zeigte am Auftaktabend ein Video, das gekonnt das Hier und Heute mit der Vergangenheit in den Kontext setzte. Bei perfekten Wetterbedingungen freuten sich die Lehrer dann über einige Aktionen im Freien. Auf der Spielstraße konnten sich Kinder und Jugendliche in umsichtigem Verhalten mit dem Thema Feuer üben. Die Station Experimentarium der Jugendfeuerwehr führte dazu Versuche mit dem Element vor. Die Fernsicht konnten die Gäste aus 30 Metern Höhe genießen – mittels Drehleiter.

Am Abend ging dann die Party erst richtig los. Die Band B-Five animierte das gut gefüllte Zelt zum Tanzen. Wer nicht bis in die Puppen aufgeblieben war, schaffte es am nächsten Morgen zum Ökumenischen Gottesdienst, der die Besucher auch mit viel Augenzwinkern unterhielt. So sorgten Witze über die Feuerwehr und die Frage über den ersten Feuerwehrmann in der Bibel für lustige Stimmung im Zelt. Vom Mittagessen gestärkt ging es dann zum Umzug.

Zufrieden zeigte sich Abteilungskommandeur Andreas Blickle über den Verlauf der Jubiläumsfeier: „Ich bin sehr froh über die große Unterstützung aller Helfer, der Lehrer Firmen und Vereine – echt super. Denn um so ein Riesenfest zu stemmen, braucht man Leute, die mit anpacken.“