Pfuhl Leben für den TSV Pfuhl

Die TSV-Vorsitzende Uschi Hörger (links) mit einigen der Geehrten. Vordere Reihe: Reinhold Späth, Heinrich Schüle, Ilse Ronge, Sieglinde Kühn; hintere Reihe Rolf Gulden, Dieter Roßmann, Georg Glöckle, Gerhard Fischer, Johannes Stingl (2. Vorsitzender des Vereines) sowie Rudolf Erne (3. Vorsitzender).
Die TSV-Vorsitzende Uschi Hörger (links) mit einigen der Geehrten. Vordere Reihe: Reinhold Späth, Heinrich Schüle, Ilse Ronge, Sieglinde Kühn; hintere Reihe Rolf Gulden, Dieter Roßmann, Georg Glöckle, Gerhard Fischer, Johannes Stingl (2. Vorsitzender des Vereines) sowie Rudolf Erne (3. Vorsitzender). © Foto: Beate Storz
Pfuhl / BEATE STORZ 10.11.2015
Ein Leben für den TSV: 70 Pfuhler wurden geehrt, weil sie dem Verein seit ewigen Zeiten angehören. Ein Zeichen, wie gut es sich lebt im Stadtteil.
Der TSV Pfuhl ließ seine langjährigen Mitglieder hochleben, und es waren viele, die seit Jahr und Tag TSVler sind. Heinrich Schüle wurde gar für 75jährige Mitgliedschaft geehrt. Das wirft ein guten Licht auf den TSV – und den Stadtteil selber.

In den Orten rund um Ulm und Neu-Ulm wohnen viele Menschen oft für immer und über mehrere Generationen hinweg. Wer ein Leben lang beim TSV Mitglied ist, ist meist auch ein Leben lang in Pfuhl zuhause. Und das zeichnet Pfuhl als lebenswerten Ort aus und spricht für den Verein.

Auch der letzte Stuhl im Museumsstadel in Pfuhl war besetzt, als der TSV zur Mitgliederehrung gerufen hatte. Dabei waren nicht nur die Vereinsjubilare selber, sondern auch Freunde und Familienangehörige. Für jeden Geehrten gab’s Urkunde, Anstecknadel, Geschenk. Der Verein hatte sich aber auch die Mühe gemacht, auf jeden der 70 Geehrten eine Laudatio zu halten.

Gerhard Fischer ist seit 60 Jahren Mitglied im TSV. Er bekam von der Vorsitzenden Ursula Hörger eine besonders lange Dankesrede. Fischer war nicht nur sportlich aktiv. Die Liste seiner ehrenamtlichen Taten für den Verein ist so lang, dass Hörger nicht alles aufzählen konnte. Er war von 1960 bis 1996 im Bau- und Finanzausschuss, technischer Leiter, ab 1998 dritter Vorsitzender, seit 2004 Vorsitzender des Ältestenrat. Fischer war 42 Jahre verantwortlich tätig, wollte aber immer im Hintergrund bleiben und ließ sich nicht zum Vorsitzenden wählen. „Du bist einzigartig, immer da, wenn man dich braucht“, lobte Hörger.

Außerdem wurden Rolf Gulden, Ilse Ronge, Dieter Roßmann und Reinhold Späth für 60jährige Mitgliedschaft geehrt. Georg Glöckle ist schon seit 65 Jahren im Verein. Er begann bei den Turnern, war dann in der Leichtathletikabteilung.

Peter Ihle gar ist seit 70 Jahren beim TSV. Er fing als Fußballer an. Nach dem Krieg spielte er in der ersten Mannschaft, war Jugendtrainer und -leiter. Er war im Vergnügungsausschuss und auch als Schauspieler im Verein aktiv. Er hat die Theatergruppe geleitet und begeisterte die Mitglieder auf Jahresfeiern mit seinen Schauspielkünsten. Er war aber auch ein Tennisspieler.

Der TSV-Superlativ ist Heinrich Schüle. Seit 75 Jahren ist er dabei. Schüle kam als Jungturner zum Verein und wechselte zum Fußball. Früher ging er oft zur Seniorengymnastik, kann heute aber nicht mehr aktiv sein. Er besucht aber mit großem Interesse alle Veranstaltungen der Turnabteilung. Sein Elternhaus war früher auch die Vereinsgaststätte des TSV. Seine Eltern betrieben das Gasthaus „Sonne“ in Pfuhl.

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