Ulm / Christine Liebhardt In zwölf Jahren kann viel passieren. Deshalb wären jährliche Aktionen bis zur Landesgartenschau 2030 eine gute Sache, kommentiert Christine Liebhardt.

Das Jahr 2030 ist noch ziemlich lange hin. Das macht die Planung der Landesgartenschau für die Stadt Ulm einerseits einfach. Denn die Macher können genau überlegen, was sie wollen, was nicht, und vor allem: Wie das Fördergeld des Landes sinnvoll eingesetzt werden und ohnehin anstehende Projekte flankieren kann – von Brückenneubau bis Wilhelmsburg-Belebung.

Andererseits ist kaum vorherzusehen, mit wie vielen unterschiedlichen Gemeinderäten und (Ober-)Bürgermeistern die Verwaltung in den kommenden zwölf Jahren konfrontiert sein wird. Was heute noch gewünscht und en vogue ist, kann morgen schon passé sein.

Stadt in der Verantwortung

Das ist auch ein Risiko für die Einbeziehung der Vereine, Interessengruppen und Bürger. Dass die Stadt sie in dieses große Projekt einbindet, das aller Voraussicht nach weit über eine Blumen-Leistungsschau hinausgeht, ist absolut richtig. Doch beide Seiten werden einen langen Atem brauchen, bis ihre Arbeit Früchte trägt.

Die Verwaltung sammelt Ideen für die Landesgartenschau. Auch die Ortschaften sollen einbezogen werden.

Dafür Sorge zu tragen, dass die Puste nicht ausgeht, liegt in der Verantwortung der Stadt. Das Konzept einer „Blumenuhr“ ist da kein schlechter Ansatz: Durch eine jährliche Aktion würden nicht nur die Ortschaften eingebunden in ein Projekt, das sich arg auf die Innenstadt konzentrieren wird; durch die Aktivitäten bliebe die Schau auch in den Köpfen der Menschen präsent.

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