Ulm/Ehingen Lange Wunschliste aus der Region

Ulm/Ehingen / NIKO DIRNER 30.08.2014
Ortsumfahrungen und Ausbaustrecken der Bahn sind aus der Region für den Bundesverkehrswegeplan 2015 angemeldet worden. Hier eine Übersicht.

Ob Südbahn oder Querspange - es gibt derzeit viele Appelle aus der Region an die Adresse des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt (CSU) . In dessen Ministerium äuft derzeit die Prüfung der 1500 Straßen-, 1000 Schien- und 46 Binnenwasserprojekte, die für den Bundesverkehrswegeplan 2015-2030 angemeldet wurden. Klar ist schon jetzt: Es ist nicht genug Geld da, um alle Wünsche erfüllen zu können.

Eine Übersicht der Anmeldungen aus dem Großraum Ulm hat Markus Riethe, Direktor des Regionalverbandes Donau-Iller. Zunächst die Straßen: Allein auf baden-württembergischer Seite sind acht Ortsumfahrungen für den Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagen worden: Amstetten, Urspring, Blaustein, Obermarchtal, Deppenhausen, Riedlingen und Ehingen (von der B 311 zur B 465) sowie die Erweiterung der Umgehung von Biberach auf vier Fahrstreifen. Zusätzlich der Neubau der B 28 von Blaubeuren bis nach Gerhausen, der Neubau der B 311 von Oberdischingen bis zur B 30 bei Dellmensingen (Querspange) sowie der Neubau der B 312 von Ringschait bis nach Edenbachen. Und der sechsspurige Ausbau der A 7 ab Hittistetten. Auf bayerischer Seite gibt es in der Region Donau-Iller 16 Projekte. Im Kreis Neu-Ulm befinden sich davon: Der vierstreifige Neubau der Südtangente für Neu-Ulm sowie die Erweiterung der A 7 von Neu-Ulm bis Nersingen um zwei Spuren.

Zusätzlich haben die Länder zahlreiche kostspielige Bahnprojekte für den Bundesverkehrswegeplan angemeldet. Allen voran der seit langem vorangetriebene Ausbau und die Elektrifizierung der Südbahn von Ulm bis Friedrichshafen. Aber auch in die andere Richtungen sollen die Züge künftig aus zwei Gleisen und damit schneller rollen. Entsprechend erweitert werden sollen die Brenzbahn von Ulm über Langenau und Rammingen bis nach Aalen sowie die Illertalbahn, die von Ulm bis nach Oberstdorf führt. Eine Elektrifizierung wird auch für nötig erachtet für die Donautalbahn. Diese soll zudem zwischen Herrlingen und Herbertingen im Landkreis Sigmaringen sowie von Ulm über Schelklingen bis nach Herbertingen ein zweites Gleis erhalten.

Außer der Südbahn ist jedoch keiner der Bahnprojekte auch nur annähernd finanziert.