Region Landräte, OB und Abgeordnete wollen ganze Region als Tatort

Spielt der "Tatort" künftig auch in Ulm?
Spielt der "Tatort" künftig auch in Ulm? © Foto: Sven Hoppe (dpa)
Region / HANS-ULI THIERER 03.02.2015
Der „Tatort“ wird zum Politikum: Ein breites Bündnis aus Kommunal- und Landespolitikern von Heidenheim bis Biberach hat sich dem durch den Ulmer SPD-Landtagsabgeordneten und Stadttrat Martin Rivoir ins politische Programm gebrachten Vorschlag angeschlossen, den neuen SWR-Tatort in der hiesigen Region spielen zu lassen.
Gleich sieben Landtagsabgeordnete und drei Landräte sowie der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner bitten in einem Brief an den Südwestrundfunk (SWR), die Bewerbung ernsthaft zu prüfen, den hiesigen Raum "als Handlungsregion für den Tatort-Krimi" vorzusehen.

"Unsere Region von Ostwürttemberg bis Oberschwaben eignet sich hervorragend als Kulisse für spannende Ermittlungen, interessante Erzählstränge und eindrückliche Landschaftsaufnahmen", schreiben die Landräte Thomas Reinhardt (Heidenheim), Dr. Heiko Schmid (Biberach) und Heinz Seiffert (Alb-Donau-Kreis) zusammen mit Gönner und den Landtagsabgeordneten aus der Region von Grünen, CDU und SPD an den Intendanten, den Verwaltungsrats- und den Rundfunkratsvorsitzenden des Südwestrundfunks. Die Doppelstadt Ulm/Neu-Ulm, die Industriestandorte von Heidenheim bis Biberach, spektakuläre Architektur, aber auch die vielfältigen Landschaften der Ostalb, des Alb-Donau-Kreises bis zur Federsee-Region böten dem SWR zahlreiche unterschiedliche Drehorte.

Moderne Wissenschaftsstandorte, gelebte Traditionen, Landwirtschaft und Brauchtum gäben gute Anregungen für einen "Tatort". Neben der hohen Anzahl an Ulmer Sonnenstunden erwähnen die Politiker auch den sprich-wörtlichen Nebel an Donau und Iller, der im Fernsehkrimi endlich einen Sinn habe. Das Ulmer Polizeipräsidium, das für die Landkreise in Ostwürttemberg zuständig ist, bilde die gebührende Kulisse, ebenso wie  das Landgericht und die Ulmer Rechtsmedizin.

"Die Qualitäten unserer Region für dieses Genre haben sich Krimiautoren wie Helena Reich, Katrin Rodeit, Ulrich Ritzel oder Manfred Bromm bereits in ihren Büchern zunutze gemacht", schreiben die Kommunal- und Landespolitiker, die Rivoir nach seinem lokalen Antrag in einem gemeinsamen Brief vereint hat. Selbstbewusste Schlussbemerkung: "Unsere Region ist der ideale Partner für den SWR bei der Produktion der nächsten Tatort-Staffel.
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