Ulm Lärmschutz am Dichterviertel im Praxistest

Klar rauschen die Autos weiter am Dichterviertel (linkerhand) vorbei, aber mit Lärmschutzwand – oder vielmehr -scheibe – nur mehr halb so laut.
Klar rauschen die Autos weiter am Dichterviertel (linkerhand) vorbei, aber mit Lärmschutzwand – oder vielmehr -scheibe – nur mehr halb so laut. © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / SWP 15.07.2015
Autos zählen, Ohren spitzen, Lärm messen – die Lärmschutzwand am Südlichen Dichterviertel steht und ist von Baubürgermeister Tim von Winning jetzt zusammen mit Bürgern, Mitarbeitern der Bauverwaltung und ein paar Stadträten vor Ort einem Praxistest unterzogen worden.

61 Dezibel wurden dabei gemessen, 10 weniger als vorher. Das bedeutet nach der speziellen Mess-Kurve, dass sich der Lärm gegenüber vorher „mehr als halbiert hat“, wie von Winning feststellte.

Die gläserne Wand an der B 10 entlang des Hindenburgrings ist 260 Meter lang und 3,30 Meter hoch – Anwohner höherer Stockwerke merkten an, dass es schon noch laut ist. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 950.000 Euro und werden zum größten Teil aus dem städtischen Lärmaktionsplan finanziert. Dies ist – ohne rechtliche Verpflichtung – eine freiwillige Leistung. Das Land steuert aus Mitteln des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes einen Zuschuss von fast 150.000 Euro bei. „Wir werden uns dafür noch schriftlich bedanken“, versicherte von Winning augenzwinkernd. Mit Blick auf die ästhetische Qualität der gläsernen Lösung sagte er: „Die Lärmschutzwand soll die Stadt nicht optisch zerschneiden.“

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