Ulm / swp  Uhr
Die Grünen möchten, dass Ulm zur Refill-Stadt wird. Läden sollen kostenlos Wasser in mitgebrachte Flaschen abfüllen.

Wer in die Stadt Ulm kommt, soll die Möglichkeit haben, Wasser zu trinken, ohne Plastikmüll zu verursachen. Dieser Gedanke steht hinter einem Vorschlag zur Müllvermeidung, mit dem sich die Grünen-Fraktion an die Stadtverwaltung wendet: Ulm soll zu so genannten Refill-Stadt werden. Das Konzept sieht so aus: Läden mit einem Refill-Aufkleber am Fenster oder der Tür füllen kostenfrei Leitungswasser in mitgebrachte Wasserflaschen ab.

Die Stadtverwaltung soll beim Verein Ulmer City und über die Ulm/Neu-Ulmer Tourismusgesellschaft dafür werben, dass das Refill-Konzept in Ulm zum Einsatz kommt.

Vorbild für das Projekt Refill ist nach Angaben der Grünen die englische Stadt Bristol, wo das Projekt schon seit 2015 erfolgreich laufe. „Im März 2017 in Hamburg gestartet, ist Refill inzwischen zu einer deutschlandweiten Bewegung geworden“, heißt es in dem Antrag weiter.

Die Grünen hatten zusammen mit der SPD-Fraktion zudem kürzlich die Abschaffung von Einwegflaschen im Rathaus gefordert. Refill sei ein weiterer Beitrag, um Plastikmüll zu vermeiden.

Als nach eigenen Angaben erstes Geschäft in Ulm bietet die Kornmühle in der Herrenkellergasse eine kostenlose Refill-Station für Trinkwasser an. Wer sich seine mitgebrachte Wasserflasche mit Leitungswasser auffüllen will, kann dies ab sofort tun, heißt es in einer Mitteilung. In Deutschland werde zu viel Wasser in Flaschen verkauft, das über weite Strecken transportiert wurde – was zu entsprechend schlechter CO2-Bilanz führe.  Diesem Trend wolle man entgegenwirken.