Kunstpreise in Weißenhorn vergeben

CHRISTA KANAND 27.02.2013
Das Thema "Rückblende" der Jahreskunstausstellung in Weißenhorn bekommt nach dem Aus des Vereins Kult(o)ur einen doppelten Sinn.

Bilderbuchstart für Jessica Paukner. Das erste Mal hat sie an der Jahreskunstausstellung im Heimatmuseum Weißenhorn teilgenommen und auf Anhieb den mit 150 Euro ausgelobten Jugendkunstpreis der VR-Bank Neu-Ulm/Weißenhorn gewonnen - mit einer originellen Installation eines älteren Paares aus Zeitungsschnippsel-Pappmaschée, das sich in seinem Hochzeitsfoto widerspiegelt. Und der darin enthaltene weise Spruch "Die Kunst liegt nicht darin zusammen zu kommen, sondern zusammen zu bleiben" verweist auch auf den Kult(o)ur-Verein Weißenhorn, der sich vergangenes Jahr auflöste. Dessen Aktivitäten, unter anderem die Jahreskunstausstellung, führt der Museumsvereins weiter.

Aus vielen Blickwinkeln und in einem breiten Spektrum an Techniken gehen insgesamt 22 Kunstschaffende in 42 Exponaten das Thema "Rückblende" an, wobei auch die zwei Dutzend Jugendbeiträge im Dachgeschoss fantasiereich überzeugen.

Der mit 500 Euro dotierte Jahreskunstpreis, der seit zehn Jahren von der Elektrizitätswerke Weißenhorn AG (EWAG) gestiftet wird, ging an Wolfgang Steiner. Den renommierten Künstler lobte Eröffnungsredner Norbert Riggenmann für seine vier farbig aquarellierten Aktzeichnungen, die den körperlichen Verfall "mit sicherem Strich und karikierender Ironie darstellen".

Info Die Ausstellung ist bis 28. April im Weißenhorner Heimatmuseum zu sehen: Do - So 14 - 17 Uhr.