Auf  mehr als 90 Programmbeiträge bringt es die Kulturnacht 2021 – eine echte Hausnummer in Zeiten der Pandemie, wo Pläne immer wieder schnell über den Haufen geworfen werden müssen und man sich oft leichter damit tut, von vorneherein einfach nichts zu tun. Da freut einen, dass das Kulturnacht-Team dem Virus trotzt und bereits zum zweiten Mal in der Krisenzeit die Großveranstaltung auf die Beine stellt. Es gilt die 3G-Corona-Regel (siehe Info).
Die Kulturnacht am 18. September ist vielfältig, sie reicht von der Lichtinstallation in der Hirschstraße (Ort 14) über das Live-Konzert auf dem Hans- und-Sophie-Scholl-Platz (Ort 16) bis zum Science-Fiction-Audio-Walk (Ort 30). Sogar faszinierende „Außerirdische“ können unter fachkundiger Anleitung aus Recyclingmaterial gebastelt werden (Ort 9, Medienschmiede, Rabengassse).
Das diesjährige Programm unterhält nicht nur, es wartet auch mit ordentlich Tiefgang auf. Die Demokratie (Ort 42, Jonas Höschl, Putte) ist genauso Thema wie das Leben Buddhas mit den „Vier edlen Wahrheiten“ (Ort 34, Verein Buddhismus in Ulm, vor dem Schwörhaus). Die hässliche Seite des Internets wird mit Briefen, Posts und E-Mails voller Widerlichkeiten eindringlich dokumentiert, indem eine SÜDWEST PRESSE-Redakteurin und  zwei -Redakteure sie laut vortragen (Ort 66, KZ-Gedenkstätte Oberer Kuhberg). Außerdem geht es auch um „Sag’ Nein!“, das berühmte Anti-Kriegs-Gedicht von  Wolfgang Borchert (Ort 61, Kunstpool-Galerie am Ehinger Tor). Und auf einem Spielplatz dreht sich alles um die Frage „Was bedeutet es, frei zu sein?“ (Ort 15, Teatro International, Steinerne Brücke).
Apropos Spielplatz. Die Kultur macht sich verstärkt draußen im öffentlichen Raum breit. Neben dem Klassiker Münsterplatz, der in diesem Jahr wieder von diversen Akteurinnen und Akteuren bespielt wird, sind auch Newcomer dabei. Die frisch aufgehübschte Wilhelmshöhe etwa, deren kleiner Park hoch über dem Saumarkt vom Künstlerinnenduo „Winter2“zum Podium für Literatur erhoben wird (Ort 39). Ein Hauch von Asien zieht in den Söflinger Klosterhof ein, wo Musiker mit japanischen Taiko-Trommeln auftreten.
Wer wegen der Pandemie lieber unter freiem Himmel unterwegs ist, hat jede Menge Möglichkeiten. Viele Beiträge gehen draußen übers Pflaster. Dazu gehört beispielsweise auch der Petrusplatz vor dem Neu-Ulmer Edwin-Scharff-Museum (Ort 46), wo „Brekkies Inn“ auftreten werden, das Hexenhaus (Ort 70, Fort Unterer Eselsberg) und die Schreinerei Weiss (Ort 75, Rothstraße).
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Navigation durch die Kulturnacht

Eintritt Die Eintrittsbänder gibt es im Vorverkauf bei der Tourist-Info im Ulmer Stadthaus für 10 Euro pro Band, ermäßigt: 8 Euro. Am 18. September sind sie an der zentralen Kasse (Münsterplatz,  14 bis 23 Uhr) oder an jedem Veranstaltungsort erhältlich. Das Kinderprogramm beginnt um 15 Uhr. Das übliche Programmheft gibt es nicht, beim Kauf eines Eintrittsbandes gibt es jedoch ein Heftchen mit allen Programm-Punkten in komprimierter Form.
Kulturnacht-App Wer seine Route digital zusammenstellen möchte, kann ein entsprechendes Tool und ausführliche Informationen zum Programm über die Kulturnacht-App nutzen. Die App ist jeweils für iOS- und Android-Geräte verfügbar.
Online Mehr Info gibt’s im Internet unter www.kulturnacht-ulm.de  oder kulturnacht-neu-ulm.de.
Anfahrt Das Kulturnacht-Publikum kann am 18. September bis Betriebsschluss ohne Fahrschein mit dem ÖPNV im Stadtgebiet von Ulm und Neu-Ulm fahren. Mehr Info:
www.ulmerleben.de
Testen und Impfen Die Testzentren im Theater Ulm und hinter dem Münster haben bis 22 Uhr geöffnet, im Theatro bis 20 Uhr. Neben der Zentralen Kasse am Münsterplatz kann man sich spontan von 16 bis 21 Uhr impfen lassen.