Der Kulturbiergarten hat vielleicht doch eine Zukunft in Neu-Ulm. Alle Fraktionen setzten einmütig durch, dass die Verwaltung den ins Auge gefassten Standort am alten Donaubad genauer untersucht. Die Stadt hatte diesen Ort zunächst abgelehnt: Weil das Gelände vermarktet werden soll, dürfe sich dort keine Zwischennutzung etablieren. Zudem wäre es zu teuer, das Areal für den Kulturbiergarten, der im Sommer letztmals an der Flussmeisterei stattfinden kann, herzurichten (wir berichteten). Genaue Kosten hatte die Stadt aber nicht ermittelt.

Mit diesem Vorgehen waren die Stadträte gestern überaus unzufrieden. Sie forderten weitere Gespräche mit den Veranstaltern, die einiges in Eigenleistung erledigen wollen, und eine genaue Ermittlung der Kosten. Und sie gaben der Verwaltung zu verstehen, sich Mühe zu geben und den Kulturbiergarten mit Livemusik zu erhalten. Neu-Ulm müsse mehr sein als Wohnen und auch Kultur bieten, hieß es. Bürgermeister Gerhard Hölzel hatte die Stadträte zuvor informiert, dass sich Gespräche mit einem Investor, der am alten Donaubad ein Hotel bauen wollte, zerschlagen hätten. Bis ein neuer Investor gefunden sei, könnten mehrere Jahre vergehen.

Keine Chance gibt es dagegen für den mittelalterlichen Weihnachtsmarkt. Sämtliche untersuchten Ersatzstandorte kommen entweder nicht in Frage oder werden von den Veranstaltern abgelehnt.