Mit knapp 37 Millionen Euro ist die Kultur im Haushaltsplan 2020 der Stadt Ulm vertreten. Alles ist festgezurrt worden in diversen Sitzungen der Gemeinderatsausschüsse: darunter mehr Geld fürs Theater Ulm. Und das kulturelle Hauptinvestitionsprojekt dieser Legislaturperiode bleibt ein Technikneubau samt Orchesterprobensaal und Kinder- und Jugendbühne, während das Museum Ulm sich eher unkonkret in  Stufen in die Zukunft vortasten muss. So stellte OB Gunter Czisch am Dienstag die Frage: ,„Irgendetwas, das Ihnen auf dem Herzen liegt, ohne dass es Geld kostet?“

Nun, es war eine kurze Vorberatung im Fachbereich Kultur zum Haushalt. Man einigte sich noch darauf, die Böfinger Stadtteilbücherei auch freitags drei Stunden lang zu öffnen. Aber dann irritierte ein Antrag der Grünen, den Annette Weinreich vortrug: Die Stadt möge 50.000 Euro bereitstellen, damit das Roxy eine „Machbarkeitsstudie für Umbaualternativen“ in Auftrag geben könne – Bausubstanz verbessern, Lärmschutz . . .

Keine Machbarkeitsstudie für das Ulmer Roxy

Nicht nur Reinhold Eichhorn (UWS) zeigte sich verdutzt: Er habe keine Ahnung, für was man eine solche Studie benötige, zunächst müsse man ja Ziele formulieren. Auch die Verwaltung zeigte sich unwillig, Bürgermeisterin Iris Mann zählte auf, was die Stadt seit 2005 alles ins Roxy investiert habe:  nicht zuletzt das Gebäude gekauft, um eine Insolvenz abzuwenden. Man wisse von keinen Forderungen seitens des Roxy, im Übrigen mache es Sinn, zunächst eine Sachdebatte zu führen. Die Grünen zogen ihren Antrag dann eher kleinlaut zurück. Immerhin habe man eine Diskussion angestoßen, so Weinreich, und wollte das Roxy „in Schutz“ nehmen, dass es keinesfalls „hinterherum“, über die Grünen, einen solchen Vorstoß betrieben habe.