Straßenfest Kultur in Neu-Ulm

Neu-Ulm / Christa Kanand 20.08.2018

Mir feirad! Es war mächtig was los in Neu-Ulm. Die Innenstadt pulsierte, zeigte sich am Samstag quicklebendig von ihrer Schokoladenseite. Bei hochsommerlichem Wetter und idealen Temperaturen  machte „Kultur auf der Straße“ im fröhlichen Festival-Flair echt Laune. Gut organisiert  und kostenlos –  abgesehen von einer Hut-Gage – gab es tagesfüllend an sechs Spielstätten zwischen Petrus- und Heiner-Metzger-Platz jede  Menge Action bei  Akrobatik-Shows, Konzerten, Comedy, Clownerie, Pantomime: ein Kessel Buntes  für alle Altersklassen, jeden Geschmack  – und ein Besucher-Hit.

Bunt und multikulturell wie die Mitwirkenden und ihre (Klein-)Kunst- und Kulturformen waren auch die Gastronomie-Angebote in der Flanierzone und erst recht die  Scharen, die  mit Kind und Kegel auch aus dem weiteren Umkreis angereist waren. „Etwa 8000 Besucher“,   schätzte Mareike Kuch, die Leiterin der  Neu-Ulmer Kulturabteilung. Von ihr stammte im vergangenen Jahr die Idee für das erste Straßenfestival.

Nach der erfolgreichen Premiere war nun die zweite Auflage zwischen 12 und 22 Uhr noch breiter und  internationaler aufgestellt: 40 Künstler, solo oder in Gruppen, von Israel bis Chile  – etwa Mr. Copini mit Faxen und Feuer-Jonglage auf dem Drei-Meter-Hoch-Einrad – sowie hiesige Akteure wetteiferten  um die Gunst des  beifall-, mitmach- und  spendenfreudigen Publikums sowie der  Jury  und um Preise.

Die Lieblinge der vielen oftmals ganz ungezwungen auf dem Boden hockenden Kinder waren dabei eindeutig die Clowns und die Zauberer.

Musik lag überall in der Luft. Da ließ es etwa die Ulmer Band Afterglow   mit der  rothaarigen Frontfrau  Lisa grooven. Mit flotter Blasmusik von Dixie über Pop bis Oberkrainer-Polka („Die schöne Urlaubszeit“) lockten die  Käse Krainer aus Langenau Tanzpaare aufs Straßenpflaster. Furore machte das Trio The Trouble Notes um den New Yorker Geigenvirtuosen Bennet Cerven. Ihre Indie-World-Fusion-Musik gewann den mit 800 Euro dotierten ersten Musik-Preis.

Einen weiteren ersten Preis in der Sparte Theater/Kleinkunst überreichte der Neu-Ulmer OB Gerold Noerenberg mit Kulturdezernent Ralph Seiffert vor dem Rathaus dem italienisch-argentinischen Duo Masawa. Zweite Preise, jeweils mit 400 Euro dotiert, erhielten der  Singer-Songwriter Maximilian Jäger und der Zauberer Charlie Martin.

Der Publikumspreis (500 Euro) ging an vier junge Männer des Vereins „Underground Movement“. Mit ihrer spektakulären Tanzperformance begeisterten sie wie die anderen Preisträger mit Kostproben ihres Könnens bei der Abschluss-Show auf dem Rathausplatz viele hundert Zuschauer. Einfach klasse!

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