Diskussion Kritik am Musikpreis: Hellmut Hattlers Echo im Müll

Hattler will einen Anstoß zur Diskussion um den Musikpreis geben.
Hattler will einen Anstoß zur Diskussion um den Musikpreis geben. © Foto: Facebook
Ulm / SWP 17.04.2018
Mit einem auf Facebook geteilten Foto will der Musiker Hellmut Hattler einen Anstoß geben, über den umstrittenen Musikpreis „Echo“ zu diskutieren.

Nein, Hellmut Hattler hat seinen Echo, den er 2001 für sein Album „No Eats Yes“ erhalten hat, nicht in den Müll geworfen. Aber mit diesem Foto, das Hattler am Dienstag auf Facebook gepostet hat, will er einen „charmanten Anstoß“ geben, über den umstrittenen Preis zu diskutieren, der mittlerweile in Dutzenden Kategorien vergeben wird. „Wer so inflationär ehrt, darf sich nicht wundern, wer alles den Preis bekommt.“ 

Grund für den Protest ist die Echo-Auszeichnung für das Album „Jung, Brutal, Gutaussehend 3“ der Rapper Kollegah und Farid Bang. Es wird als antisemitisch kritisiert wegen Textzeilen wie „Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“ und „Mache wieder mal 'nen Holocaust, komm' an mit dem Molotow“.

Bei der Echo-Verleihung selbst hatte Campino von den „Toten Hosen“ die Nominierung kritisiert. Andere Preisträger nahmen nach der Würdigung für die Rapper Abstand vom Echo, manche gaben ihren Preis sogar zurück.