SSV Ulm 1846 Fußball „Phasenweise chaotisch“: Kritik an Organisation im Donaustadion

Bei aller Freude über den Sieg des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Eintracht Frankfurt gab es auch Kritik an der Organisation.
Bei aller Freude über den Sieg des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Eintracht Frankfurt gab es auch Kritik an der Organisation. © Foto: Matthias Kessler
Ulm / SWP 20.08.2018
Ausgelassen wurde der Sieg des SSV Ulm 1846 Fußball gefeiert. Doch es gab auch Kritik an der Organisation – und ein Eingeständnis.

Das 2:1 des SSV Ulm 1846 Fußball gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt war ein rauschendes Fußballfest. Minutenlang feierten Fans und Mannschaft die Sensation im DFB Pokal. Vollkommen zurecht.

Drangvolle Enge, lange Schlangen

Das fantastische Spiel, die irre Unterstützung des Teams durch die Anhänger und der große Schulterschluss zwischen Mannschaft und Fans darf aber über eines nicht hinweg täuschen: Im Stadion selber lief freilich nicht alles reibungslos. So klagten viele wie beispielsweise die beiden Söflinger Matthias Schidel (35) und Tobias Müller (38), dass sie weit über eine Stunde am Bierstand hätten anstehen müssen und dann nicht mehr in ihren Block E gekommen seien. Tatsächlich vermochten es die Ordner auch in anderen Blocks nicht, die Fans nach unten durchrücken zu lassen, so dass nicht wenige zahlende Gäste nicht auf ihre Plätze kamen. Frankfurter Fans berichteten von so drangvoller Enge, dass sie schier kollabierten.

„Phasenweise chaotisch“

Zeitweise waren die Blöcke so voll gewesen, dass man weder rein noch raus kam, einzelne Fans versuchten etwa, auf dem Dach der Toilette hinter Block I einen Blick aufs Spielfeld zu erhaschen. Sie wurden von Ordnern wieder herunter gebeten.

Für den Sportvorstand des SSV 46 Fußball, Anton Gugelfuß, war der Tag vor allem ein Beleg dafür, dass langfristig gesehen ein reines Fußballstadion außerhalb der Stadt gebaut werden müsse: „Vor dem Spiel waren die Verhältnisse in der Oststadt phasenweise chaotisch“, meinte er.

Die Bilanz des Rettungsdienstes sieht durchwachsen aus. Neben zu viel Alkohol war die Hitze eine wesentliche Ursache für ihre Hilfseinsätze.

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