Denkmalschutz Kriegsspital: OB bietet Gespräch an

Neu / edru 16.05.2018

Der Neu-Ulmer Oberbürgermeister Gerold Noerenberg hat dem Förderkreis Bundesfestung geantwortet. Er hat die Kritik am Umbau des Kriegsspitals zurück gewiesen, aber auch Gespräche mit der Unteren Denkmalbehörde und dem Planungsbüro angeboten. Wie berichtet, hatten sich die Vorsitzenden des Förderkreises, Matthias Burger und Michael Hartlieb, gegen das Abtragen des Dachs und das Aufstocken des alten Kriegsspitals an der Memminger Straße ausgesprochen. Durch den Wohnungsbau werde das Denkmal zerstört.

„Ich bedauere sehr, dass das aus städtebaulicher und denkmalfachlicher Sicht sehr positiv beurteilte Projekt öffentlich in Kritik gesetzt wurde“, zeigt sich der OB verärgert über das Vorgehen des Fördervereins. Als befremdlich bezeichnete er eine Fotomontage, die der Förderverein angefertigt hat. Die Eingriffe in die historische Bausubstanz würden auf das Notwendigste reduziert werden. Die Treppenanlagen blieben erhalten. „Aus Sicht der Unteren Denkmalschutzbehörde wird das Vorhaben ausdrücklich begrüßt und es besteht Einverständnis. Die substanzschonende Umplanung und die Aufstockung sind eine große Chance für das Denkmal, sich der Öffentlichkeit neu zu präsentieren. Es ist eine Gelegenheit, die gewachsene Geschichte, die unsere Identität und unser Werteempfinden prägt und unsere künstlerische und historische Errungenschaften bis in die heutige Zeit verkörpert, erlebbar zu machen.“