Klinikum Krebshilfe schießt drei Millionen Euro zu

Prof. Hartmut Döhner, Sprecher des Ulmer Tumorzentrums.
Prof. Hartmut Döhner, Sprecher des Ulmer Tumorzentrums. © Foto: Uni Ulm
Ulm / swp 27.07.2018

12 000 Krebspatienten aus der Region Alb-Allgäu-Bodensee werden pro Jahr am Comprehensive Cancer Center Ulm behandelt. Das CCCU, wie das integrative Tumorzentrum des Universitätsklinikums und der Medizinischen Fakultät abgekürzt heißt, stellt aber nicht nur die interdisziplinäre Versorgung von Krebspatienten auf höchstem Niveau sicher, sondern treibt auch die Krebsforschung und -medizin voran. Weshalb die Deutsche Krebshilfe das CCCU als eines von 13 Onkologischen Spitzenzentren fördert. Nach der jüngsten Begutachtung durch eine internationale Kommission steht fest: Das Ulmer Tumorzentrum wird für weitere vier Jahre mit insgesamt drei Millionen Euro gefördert, heißt es in einer Pressemitteilung des Klinikums.

Das erneut positive Votum der Deutschen Krebshilfe sei für die Krebsmedizin an der Uni Ulm wieder eine hohe Auszeichnung. „Wir können stolz auf unsere Leistungen in der Krebsforschung und -medizin sein, was uns von einer hochkarätigen internationalen Gutachterkommission erneut bestätigt wurde. Jetzt können wir unser Ziel, Krebspatientinnen und -patienten mit der für sie individuell am besten geeigneten Therapie zu versorgen, mit Konsequenz weiterverfolgen“, freut sich Prof. Hartmut Döhner, Sprecher am CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin III.

Grundvoraussetzungen für Onkologische Spitzenzentren sind: eine zentrale Anlaufstelle für Krebspatienten, Tumorkonferenzen, eine interdisziplinäre Behandlung nach aktuellen medizinischen Leitlinien, ein modernes Qualitätssicherungssystem sowie innovative Forschungsaktivitäten. In diesen Comprehensive Cancer Centers sollen Krebspatienten umfassend und qualitätsgesichert versorgt sowie psychosozial begleitet werden. Und das weit über Ulm hinaus, bis ins Allgäu und in Richtung Bodensee. „In den vergangenen Jahren haben wir ein umfassendes Netzwerk aufgebaut, das zum Ziel hat, qualitativ hochwertige Versorgung von Tumorpatienten auch in unsere Region zu tragen. Daran wollen wir weiter arbeiten“, betont Prof. Jens Huober, Sekretär des CCCU, Leiter der Sektion Konservative Gynäkologische Onkologie der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Damit verfolgt das Tumorzentrum eine leitlinien­ge-
rechte Behandlung einerseits, andererseits werden über dieses Netzwerk gemeinsame Projekte im Bereich Prävention und klinische Forschung angestrebt.

Innovative Therapien

Für ein Tumorzentrum sei nicht nur qualitativ hochwertige Krankenversorgung essenziell, sondern auch die enge Verzahnung mit der Grundlagen- und kliniknahen Krebsforschung sagt Prof. Thomas Seufferlein, Stellvertretender Sprecher des CCCU und Ärztlicher Direktor der Klinik für Innere Medizin I, ergänzt: „Dieses Grundprinzip ermöglicht, dass wir Betroffene zu einem sehr frühen Zeitpunkt mit innovativen Therapien unter Einsatz von neuesten Krebsmedikamenten behandeln können.“

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