Glückwunsch SWU! Dank des Münchner Anwalts Steffen Kautz bleibt den Stadtwerken eine Nominierung für die unsympathischsten Unternehmen der Region erspart. Obwohl das in der Verhandlung vor dem Verwaltungsgericht um die Bergungskosten der MS Donau streckenweise ganz anders aussah. Kautz hatte zunächst mit juristischer Finesse herausgearbeitet, dass eigentlich der Ex-Kapitän Reinhold Kräß die vom Landratsamt Neu-Ulm vorgestreckten 67.000 Euro übernehmen müsste – wohl wissend, dass der Mann mittellos ist. Dann aber bekam Kautz die Kurve, bot – immer noch unter Einbeziehung von Kräß – dem Landratsamt zunächst eine Drittelung, dann sogar die Halbierung der Kosten an. Chapeau.

Unverständlich, warum die Vertreter der Behörde da nicht sofort einschlugen. Denn die Stadtwerke sind an der Havarie bestimmt nicht alleine schuld. Am Ende ist es eh die Allgemeinheit, die bezahlen wird: Das Geld, das der Landkreis ausgeben kann, kommt von den Steuerzahlern. Die Stadtwerke sind ein kommunaler Betrieb. Zu hoffen ist, dass sich die beiden zusammen mit der Versicherung einigen. Dass Kräß nun komplett außen vor bleibt, ist freilich auch nicht ideal. Vielleicht sollte man ihn für einige Stunden gemeinnütziger Arbeit verpflichten. Er könnte eine Gewässerputzete an der Donau organisieren. Oder auf „seinem“ Ulmer Spatz, der heute von der Lebenshilfe betrieben wird, kostenlos Akkordeon spielen.

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Ulm