Jubiläum Kontiki feiert 30. Geburtstag

„Ulms kleinstes Nabada“ gibt’s am Sonntag.
„Ulms kleinstes Nabada“ gibt’s am Sonntag. © Foto: Kontiki
Ulm / lgh 04.10.2018

Einige Flöße tragen Federn, andere Blumen, auf einem Floß steht ein Tier im Fellkleid, ein anderes transportiert Passagiere mit Körpern aus Korken und Gliedmaßen aus Zahnstochern. 60 ganz unterschiedliche Flöße haben die Kinder bei Kontiki gebaut. Zur Feier des 30-jährigen Bestehens der Kunstschule für Kinder und Jugendliche der vh am Sonntag werden die Gefährte zu Wasser gelassen.

Die „Regatta“ um 17 Uhr in der Blau ist einer der Höhepunkte des Nachmittagsprogramms. „Das wird Ulms kleinstes Nabada“, sagt Kontiki-Leiter Mirtan Teichmüller stolz. Daneben gebe es Sandmalerei mit „Sand together“, Pflastermalen für Kinder, eine „Songlotterie“ und natürlich ein Büffet.

Die Flöße sind laut Teichmüller Ergebnis des sommerlichen Kunstcamps „Jedem Kind sein Floß“ und dienen als Exponate bei Vormittags-Workshops für Schulen und Kindergärten – das ist ein neues Format unter dem Titel „Erlebniswelt Kontiki“. Bei der nächsten Runde soll das Thema „Sie bauten ein Münster“ heißen. Kontiki habe dafür zusammen mit der Spitalhofschule einen Preis der Stiftung Ravensburger Verlag gewonnen, wie Mirtan Teichmüller erklärt.

Die Kooperationen mit den Schulen sind ihm wichtig, denn seit der Gründung der Kinderkunstschule im Jahr 1988 habe sich die Gesellschaft und damit der Alltag der Kinder verändert: „Schon Kita-Kinder haben heute kaum noch Zeit, nachmittags zu uns zu kommen.“ Also muss die Kreativität eben ins Schulgeschehen integriert werden – gar nicht so einfach, das neben dem normalen Kursprogramm mit insgesamt 3,5 Stellen zu stemmen, sagt der 54-Jährige, der viel Zeit mit Koordination verbringt. „Kontiki müsste wesentlich besser gefördert werden“, meint er, die Gesellschaft habe schließlich ein Recht darauf, dass die Kunstschule sich neuen Erfordernissen anpasse.

30 Jahre gelingt Kontiki das nun schon – und das wird am Sonntag gefeiert.

Info Familientag am Sonntag, 14 bis 18 Uhr, im Stadtregal, Magirus-Deutz-Straße 14, Eingang zur Blau hin.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel