Wirtschaft Konjunktur im Handwerk hält weiter an

Joachim Krimmer. „In unserem Handwerk tut sich etwas.“
Joachim Krimmer. „In unserem Handwerk tut sich etwas.“ © Foto: Volkmar Könneke
Ulm / kö 16.07.2018

Die Konjunktur im Handwerk läuft stabil auf hohem Niveau. Nach dem guten Start in das neue Jahr 2018 dauert die gute Auftragslage auch im zweiten Quartal an. Mehr als ein Drittel der Betriebe zwischen Jagst und Bodensee berichten sogar über noch vollere Auftragsbücher, teilt die Handwerkskammer Ulm nun mit. Präsident Joachim Krimmer vertritt in einer Mitteilung sogar die Ansicht, die Konjunktur und die Auftragslage könnten weiter zulegen: „Die gute Konjunktur basiert auf dem grundlegenden Vertrauen zwischen den Kunden und Handwerksbetrieben. Im Handwerk bewegt sich etwas. Wir sind modern, stark und leistungsfähig. Die Bevölkerung setzt weiter auf Qualitätsarbeit.“

Vor diesem Hintergrund sind auch die Betriebe mit ihrer Lage zufrieden. Mehr als vier Fünftel geben der Geschäftslage die Note „gut“. Fast drei Viertel rechnen damit, dass sich die Entwicklung uneingeschränkt fortsetzt. Allerdings befürchtet auch jeder achte Betrieb rückläufige Aufträge. Derweil hat sich die die Auslastung der Kapazitäten weiter verbessert. 16 Prozent der Handwerksfirmen arbeiten sogar über die Kapazitätsgrenzen hinaus. Die Umsätze sind zumeist stabil.

Wegen der anhaltend guten Konjunktur braucht das Handwerk auch weiter Fachkräfte. Zwölf Prozent der Betriebe haben im zweiten Quartal neue Leute eingestellt, lediglich fünf Prozent verringerten das Personal. Krimmer: „Die Auftragslage im Handwerk ist gut. Die Betriebe wollen investieren und brauchen Fachkräfte und Nachwuchs, sie suchen händeringend.“ Dafür bietet die Handwerkskammer Ulm neuerdings mit Alexandra Natter eine Personalberatung an. Die Expertin könne Tipps zur erfolgreichen Fachkräftesuche geben.

Lage in Ulm und Alb-Donau

Die regionalen Zahlen: Im Alb-Donau-Kreis berichten 44 Prozent der Handwerksunternehmen über vollere Auftragsbücher, in Ulm 12 Prozent. Hier bewerten zwei Drittel ihre Lage als gut, im Alb-Donau-Kreis 86 Prozent. Etwa 88 Prozent rechnen im Kreis damit, dass sich ihre gute Geschäftsentwicklung fortsetzt, in der Stadt Ulm sind es immerhin 70 Prozent. Dazu Thomas Jung von der Kreishandwerkschaft: „Wir freuen uns, dass es den Betrieben auch bei uns vor Ort so gut geht.“ Schüler könnten jederzeit nach einem Praktikum oder einer Lehrstelle fragen.

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