Ulm / CHIRIN KOLB Nach dem Ja zu den Sedelhöfen nimmt die Diskussion über die Führung der Fußgängerströme wieder Fahrt auf. Stadt und IHK sind sich uneinig.

"Es ist erfreulich, dass endlich Klarheit herrscht." So kommentierte IHK-Hauptgeschäftsführer Otto Sälzle die Zusage des Investors MAB, die Sedelhöfe zu verwirklichen. Damit gehe jetzt aber auch die Diskussion über die Erschließung weiter. IHK und einige namhafte Händler aus der Bahnhofstraße sehen sich durch die bisherige Planung benachteiligt. Der Fußgängerstrom vom Bahnhof her werde stärker in die Sedelhöfe geleitet. "Wir wollen eine faire Teilung der Passantenströme."

OB Ivo Gönner kann keine Ungleichbehandlung erkennen, wie er in der Pressekonferenz mit MAB sagte. "Es wird überhaupt nichts irgendwo hin geschaufelt. Die Kunden bewegen sich dort, wo sie wollen." Es kämen auch nicht alle vom Bahnhof, sondern aus unterschiedlichen Richtungen. Zudem seien die Sedelhöfe kein abgeschlossener Bau, sondern ein offenes Quartier mit öffentlichen Wegen, mehreren Gebäuden und Angeboten. Er empfahl für die anstehende Diskussion und das Bebauungsplanverfahren: "Den Topf vom Herd nehmen."