Christopher Street Day Ulm Bühne am Marktplatz sorgt für Konflikt

Ulm / kö 14.08.2018

Paradekonzert auf der CSD-Bühne

Der Christopher Street Day für homo-, bi- und transsexuelle Menschen am Samstag hat im Nachhinein kräftig für Ärger gesorgt: weil nämlich die Bühne auf dem Marktplatz nicht bis Sonntag um 9 Uhr für das Paradekonzert abgebaut war. So musste das Paradekonzert mit dem  Musikverein Kadeltshofen auf der CSD-Bühne stattfinden, „da sie nicht entfernt werden konnte“, wie die FWG-Stadträte Gerhard Bühler und Helga Malischewski nun an OB Gunter Czisch schreiben. Die Sache sei aus versicherungstechnischen Gründen nicht einfach gewesen, aber man habe die 1000 Besucher des Paradekonzerts am Sonntag unter keinen Umständen enttäuschen können. Die beiden Cheforganisatoren der Paradekonzerte schlagen nun vor, von den Veranstaltern eine Sicherheitsgebühr zu verlangen oder den Christopher Street Day gleich auf den Volksfestplatz zu verlegen. So habe die Stadt schon beim Aufbau am Freitag zweimal mit schwerem Gerät anrücken müssen, um Pflanzkübel an den richtigen Platz zu stellen.

Jeder hat seinen Platz in der Gesellschaft

Auch die CSD-Organisatoren hatten Wünsche an die Stadt: So sollte ein „Diversity“-Aufkleber möglichst an der Rathaustür befestigt werden, um das Bekenntnis zur Vielfalt zu untermauern. Organisationschef Michael Frech beklagte auch, dass bei der IHK trotz Anrufen „niemand mit uns gesprochen hat“, obwohl man die Diversity-Kampagne in Firmen tragen wolle. Er mahnte aber auch die Besucher an, selber Toleranz zu üben: So könnten nicht etwa Schwule über Lesben schimpfen und umgekehrt. Bürgermeister Martin Bendel versicherte: „Jeder hat seinen Platz in der Ulmer Stadtgesellschaft“ – unabhängig von sexueller Orientierung, Konfession und Nationalität. Die Grünen hatten auch ein Transparent: „Wir sind die Homo-Lobby.“

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