Die Meinungen von Wählern und Ulmer Politikern zum Thema Mobilität vergleichen – das macht der Mobil-O-Mat. Vor wenigen Tagen ist das interaktive Tool für die Kommunalwahl in Ulm an den Start gegangen. Das Thema: Verkehr und Mobilität.

Unter ulmapi.de/mobil-o-mat können die Nutzer 22 Fragen beantworten und ihre Positionen mit kommunalen Vertretern von insgesamt sechs Parteien vergleichen. Mit dabei: CDU, Bündnis, FDP, Linke, SPD und Grüne.

Mobil-O-Mat: Piratenpartei wurde nicht angefragt

Nicht in der Liste vertreten: Die Piratenpartei. David Dorst, Vorstand des Kreisverbands Ulm/Alb-Donau-Kreis, ist verärgert: Wir haben keine Anfrage erhalten.“ Warum ist das so?

„Als der Mobilitätsmontag Anfang April stattfand, war nicht ersichtlich, ob für die Piraten eine gültige Kandidatenliste zugelassen wird oder nicht“, erklärt Jens Boscheinen, Sprecher des Mobilitätsmontags, „die Partei war zu diesem Zeitpunkt nicht sehr präsent in den Medien.“

Insgesamt zehn Parteien hatte das Organisationsteam angeschrieben. Keine Rückmeldung gab es von der Wiblinger Wählergemeinschaft (WWG), der Ulmer Vorort-Liste (UVL), der Unabhängigen Wählergemeinschaft Söflingen (UWS) und der Alternative für Deutschland (AfD).

Wahlkampf der Piraten in Ulm recht spät gestartet

„Dass man uns gezielt auslässt, finde ich nicht in Ordnung“, sagt Dorst. Die Piratenpartei hätte recht spät mit dem Wahlkampf für die Kommunalwahl begonnen. Grund sei das gescheiterte Projekt, mit der FDP eine gemeinsame Liste zu bilden. „Das hat unseren Zeitplan ziemlich über den Haufen geworfen.“ Dennoch: „Zum Thema Artikel 13 waren wir, gemeinsam mit der SPD, sehr aktiv“, meint Dorst, „außerdem sind wir auch eine zugelassene Partei.“

Wer hat den Mobil-O-Mat gemacht?

Geschaffen wurde der Mobil-O-Mat von Interessierten aus Forschung, der Civic-Tech-Bewegung und der Bürgerschaft. Diese treffen sich regelmäßig im Ulmer Verschwörhaus. Das interaktive Tool soll zur Auseinandersetzung mit dem Thema Mobilität anregen.

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Stuttgart/Ulm