KOMMENTARBAUSTELLEN Erst mal nur vage Hoffnungen

JÜRGEN BUCHTA 29.07.2012

Baustellenmanagement, das klingt zunächst mal gut. Über eines müssen sich alle, die in der Region leben, dennoch im Klaren sein: Der Verkehr auf den Straßen im Bereich der Ulmer Innenstadt wird mindestens die nächsten zehn Jahre noch massiv beeinträchtig bleiben.

Nicht nur im Zusammenhang mit der B 10; diese groß angelegte Brücken- und Tunnelsanierung begann 2005 und wird noch einige Jahre dauern. Bis 2018 soll dann auch die Straßenbahn zwischen Kuhberg und Oberem Eselsberg über die Stadtmitte pendeln. Die Beringer Brücke steht zur Sanierung an, die Karlstraße wird umgebaut. Auch wenn sich das Projekt City-Bahnhof verzögert, die Vorarbeiten für die Einkaufsgalerie Sedelhöfe haben bereits begonnen. Und dann: das Bahnprojekt. Im nördlichen Teil des Bahnhofsgeländes werden mächtige Geräte stehen, die den ICE-Tunnel in Richtung Dornstadt bohren.

Bürgermeister Alexander Wetzig sagt zwar, die Stadt werde den Bauherren künftig vorschreiben, wann sie zu arbeiten haben. Mehr als eine vage Hoffnung ist das nicht. Die wenigsten werden so folgsam sein wie die FUG, die die Verlegung ihrer neuen Fernwärmerohre in die Innenstadt um zwei Jahre verschoben hat, bis die Kreuzung Karlstraße/Neutorstraße umgestaltet wird.

Harte Verhandlungen sind angesagt, will sich das neue Management durchsetzen. Dicke Nerven braucht es auch. Da droht Ärger ohne Ende.