Kommentar: Wohnungsnachfrage ist Ausdruck der Ulmer Attraktivität

HANS-ULI THIERER 15.09.2016
Baubürgermeister Tim von Winning sieht in der Wohnraumversorgung eine zentrale Herausforderung für die Stadtpolitik. Recht hat er. <i>Ein Kommentar von Hans-Uli Thierer.</i>

Kuhberg, Safranberg, Eselsberg mit Hindenburg-Kasernengelände, dazu die laufende Erschließung des Gebiets Lettenwald in Böfingen: Die Ulmer Wohnbauentwicklung der nächsten Zeit spielt sich – außer auf kleineren Konversionsflächen in der Kernstadt – auf den Ulmer Höhenlagen ab. Jenseits allen Getümmels auf und Gebrummels über Baustellen, die wie die Wohnungsnachfrage Ausdruck der hohen Anziehungskraft von Ulm sind, sieht Tim von Winning in der Wohnraumversorgung eine zentrale Herausforderung.

Wer wollte dem Baubürgermeister  widersprechen, wenn er wie jetzt auf dem Sommerempfang der SPD  darauf verwiesen hat, dass auf diesem Feld nicht nur ein Mengenproblem zu bewältigen ist? Von Winning ist entschlossen, konzeptionell gegen die in besseren Wohnlagen auch in Ulm erkennbaren Tendenzen des Unter-sich-bleiben-Wollens bis hin zu Segregationen vorzugehen. Seine Überzeugung ist, dass das Stadtleben dort am besten funktioniert, wo Menschen unterschiedlicher Einkommenshöhen und Herkünfte miteinander leben. Von Winning ist deshalb, das ist kein Geheimnis, auch ein  Befürworter von kleinen genossenschaftlichen Konzepten, von Baugruppenmodellen, mit denen er in Tübingen gute Erfahrungen gemacht hat.

Mehr denn je gefordert ist die städtische UWS.  Sie macht zurzeit im Neubaugebiet Lettenwald beispielhaft vor, dass auch in Neubaulagen preisgünstiger Wohnraum möglich ist.

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