Ulm Kommentar zur Kuhberg-Mensa: Aus der Erfahrung gelernt

Ulm / 09.12.2013
Auf den ersten Blick mag es wie ein Knebelvertrag aussehen, den die Stadt Ulm dem Pächter der Campus-Mensa für die Schulen am Kuhberg aufgedrückt hat. Ein Kommentar von Verena Schühly.

Aus der Art des Vertrags wird vor allem eines deutlich: Die Stadt hat ihre Lehren gezogen aus verschiedenen Public-Private-Partnership-Projekten.

Vor einigen Jahren wurde das Hohelied solcher privat-kommunalen Kooperationen gesungen, die auf beiden Seiten nur Gewinner verhießen. Aber mit der Atlantis-Pleite sind Ulm und Neu-Ulm diesbezüglich hart auf dem Boden der Realität aufgeschlagen. Die Kommunen mussten erbittert kämpfen, viel Ärger schlucken und einen Haufen Geld anfassen, um das Heft wieder in die Hand zu bekommen.

Im neuen Mensa-Vertrag sind zahlreiche konkrete und eng gefasste Vorgaben gemacht, die es der Stadt erlauben, notfalls steuernd einzugreifen. Das ist verständlich – und auch gut so.

Außerdem hat niemand Apetito Catering gezwungen, auf die Bedingungen einzugehen. Die Firma verspricht sich ein lukratives Geschäft. Die Bedingungen sind nicht schlecht: Anders als in der Innenstadt gibt es auf dem Kuhberg keine kulinarische Konkurrenz. Wenn Angebot und Service stimmen, sollte es nicht schwer sein, die Grundsteine für einen Erfolg zu legen. Der bemisst sich nicht nur in schwarzen Zahlen für den Pächter, sondern vor allem in gutem und gesundem Essen für die Schüler auf dem Kuhberg.