Wenn sich am Mittwoch der Wonnemar-Beirat beider Städte trifft, um über neue und kostspielige Investitionen im Erlebnisbad zu sprechen, sind Schlagzeilen über Probleme mit der Wasserqualität alles andere als willkommen. Doch haben die Wonnemar-Verantwortlichen am Montag, allen voran Centermanager Maximilian Haag, mit offenen Karten gespielt und zugegeben, dass sie sich über solche Vorfälle maßlos ärgern.

Die gleichzeitig bekannt gegebenen Besucherzahlen aus dem Jahr 2013 zeigen, wo die Probleme im Wonnemar liegen, nämlich im Bereich des Bades. Während die Zahlen in der Saunalandschaft Jahr für Jahr in die Höhe schnellen, stagnieren sie im klassischen Badebereich. Um wirtschaftlich zu arbeiten, muss sich das ändern. Angedacht sind teure Investitionen, um den eher ruhebedürftigen Thermal- vom oft lauten Erlebnisbereich besser zu trennen. Das aber müssten die beiden Städte als Eigentümer der Anlage finanzieren. Diesbezüglich sind spannende Diskussionen in den Stadtratsgremien zu erwarten.

Auch die Wonnemar-Betreiber müssen zulegen. Probleme mit dem Wasser kann es geben. Wenn aber aus der Mitte des Bads berichtet wird, dass die Personaldecke arg dünn ist, sollte das zu denken geben. Gesucht wird zurzeit aber nur ein weiterer Centermanager. Damit Maximilian Haag, der auch noch das Wonnemar in Sonthofen betreut, entlastet wird. Das allerdings kann nur ein Anfang sein.