Ulm Kommentar Handel: Dem Internet Paroli bieten

Ulm / FRANK KÖNIG 07.04.2014

Wer seine Waren nicht im Internet bestellen will, ist am Handelsplatz Ulm gut aufgehoben. Das zeigte sich auch gestern beim offenen Einkaufssonntag, an dem nicht nur viele Geschäfte mit Aktionen aufwarteten, sondern die Gastronomie mit Cafés und Eisdielen für zusätzliches Flair sorgte. Eine weitere Attraktion ist zweifelsohne der Krämermarkt, der sich längst nicht überholt hat und auf dem man durchaus überraschende Dinge finden - und übrigens online nachbestellen - kann.

Ulm und auch Neu-Ulm werden in Sachen stationärer Handel ein immer stärkerer Magnet, nachdem nun auch die Glacis-Galerie auf der rechten Donauseite entsteht und in Ulm die Sedelhöfe auf den Weg gebracht werden. Zuletzt hat schon Möbel Mahler den Mutschler-Standort in größerem Umfang reaktiviert. Somit entstehen enorme Handelsflächen, außerdem muss Senden zum regionalen Angebot addiert werden.

Es fehlt kaum mehr etwas - höchstens eine Luxusmeile ähnlich wie in der Maximilianstraße in München. Aber wer in Ulm eine Uhr von Patek Philippe oder ein Kostüm von St. Emile kaufen will, wird ebenfalls fündig. Bei exklusiven Marken wie Hermès hört es allerdings auf. Das muss auch nicht sein. Die Doppelstadt hat auf mittlere Sicht - auch mit den neuen Einkaufszentren - genug zu bieten, um im Wettbewerb mit dem Internet zu bestehen. Mehr braucht es nicht, es sollte auch für die Region ein Stück vom Kuchen übrig bleiben.