KOMMENTAR · WILEY-NORD: Abschluss nach 25 Jahren

EDWIN RUSCHITZKA 22.05.2013

Mit Wiley-Nord nimmt sich die Stadt Neu-Ulm jetzt den allerletzten Zipfel der ehemaligen US-Kaserne zum Umbau vor. Insgesamt hatte sie Anfang der 90er Jahre 165 Hektar militärisch genutztes Gelände vom Bund für umgerechnet 43 Millionen Euro erworben. Zwischen Ludwigsfeld und der Europastraße ist Wiley-Süd nun abgeschlossen, dort leben 3000 Menschen in 1250 Wohnungen und 280 Studenten in ihren Zimmern. Und jetzt kommt jenseits der Europastraße Wiley-Nord dazu mit 1100 Menschen in 770 Wohnungen sowie 240 Studenten.

Das war und ist für eine Stadt wie Neu-Ulm schon eine gewaltige Entwicklung. Und im Großen und Ganzen haben die Verantwortlichen in der Politik und in der Stadtverwaltung diese Herausforderung gut gemeistert. Weil ein Fehler nicht gemacht wurde. Ursprünglich hätten in Wiley-Süd einmal 7000 Menschen leben sollen. Dass schließlich deutlich weniger dicht gebaut wurde, hat der neuen Südstadt nur gut getan. An diesem Zuschnitt wird sich auch Wiley-Nord orientieren. Auch das passt im Wesentlichen.

Baubeginn für Wiley-Nord ist im Jahr 2015. Dann sind 25 Jahre seit der Wiedervereinigung vergangen. Und ein Jahr später jährt sich der Abzug der Amerikaner zum 25. Mal. Daran zu erinnern, das entsprechend zu feiern ist eigentlich Pflicht für die Stadt. Und es wäre sicher kein Fehler, sich darüber jetzt schon die entsprechenden Gedanken zu machen.