Ulm/Neu-Ulm Kommentar · Kinos in Ulm und Neu-Ulm: Nachfrage ist da

MAGDI ABOUL-KHEIR 11.12.2013
Konkurrenz belebt das Geschäft? Im Kino trifft das nicht unbedingt zu. Die Konkurrenz dreier Kinobetreiber in Ulm und Neu-Ulm hat dazu geführt, dass große publikumsträchtige Filme auf unsinnig vielen Leinwänden zu sehen waren - und andere, kleinere gar nicht. Ein Kommentar unseres Kulturredakteurs Magdi Aboul-Kheir

Konkurrenz belebt das Geschäft? Im Kino trifft das nicht unbedingt zu. Im Gegenteil, die Konkurrenz dreier Kinobetreiber in Ulm und Neu-Ulm hat in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass große publikumsträchtige Filme zuweilen auf geradezu unsinnig vielen Leinwänden zu sehen waren - und andere, kleinere gar nicht. Ein Ärgernis für Filmfans.

Durch den Abschied des Kinobüros Augsburg aus Ulm hat sich die Situation zumindest teilweise entspannt: Denn Roland Sailer kann nun mit Lichtburg, Mephisto und Obscura den Arthouse-Sektor allein gestalten und für ein recht breites Angebot sorgen - wobei die Zahl der Woche für Woche startenden Streifen so groß ist, dass es auch weiterhin interessante, aber eben kommerziell wenig lukrative Filme geben wird, die in Ulm nicht laufen werden.

Im Bereich des populären Films, ob man nun von Blockbuster-, Event- oder Popcorn-Kino spricht, stehen sich mit Dietrich und Xinedome natürlich weiterhin Kontrahenten gegenüber. Aber die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass die Nachfrage für zwei Multiplexe prinzipiell vorhanden ist - zumal das Einzugsgebiet recht groß ist.

Der Kinogänger kann daher weiterhin wählen, in welches der beiden Häuser er gehen mag. Der Kampf um die Kundschaft wird dabei über die Attraktivität des Angebots geführt: Es geht um die Qualität der Ausstattung, der Technik und des Services, um Lage, Gastronomie und Parkplätze. Und da gilt dann doch: Konkurrenz belebt das Geschäft.