KOMMENTAR · FERIENFREIZEITEN: Gleiche Chancen für alle

BEATE ROSE 23.05.2013

Wer ein Kind bekommt, beginnt am besten noch im schwangeren Zustand Anmeldeformulare auszufüllen - für einen Krippenplatz oder für einen Platz bei Pekip, einem Eltern-Kind-Programm, oder fürs Babyschwimmen. Und das ist nicht als Witzelei gemeint.

Sind die Kinder in der Schule, wird die Sache mit den Plätzen bei Kursen nicht einfacher. In den vielen Ferientagen etwa sollen Kinder gut behütet sein, sich erholen und nicht nur wegbetreut sein. Wie gut, dass es in Ulm diverse Ferienfreizeiten gibt. Um die Anmeldungen gibt es oft Stunk. Das liegt mit daran, dass manche Eltern reflexartig losjammern, wenn sie sich um einen Platz bemühen müssen. Und es liegt mit daran, dass manche Einrichtungen ihr Anmeldeverfahren undurchsichtig betreiben. So geschehen beim "Sommerrabatz". Begrenzte Plätze? Platzvergabe nach Nummern, die man sich vor dem offiziellen Anmeldetermin abholen muss? Und das alles ist irgendwo vermerkt? Ist es nicht! Damit sind die Organisatoren nicht nur den Eltern in den Rücken gefallen, sondern haben Kinder enttäuscht, bei denen sie zuvor ihr Angebot blumig beworben hatten.

Zwar meint Dietmar Oppermann, zuständig fürs Ruhetal und ein Kenner der Materie, dass es kein gerechtes Anmeldesystem gibt. Denn irgendjemand geht immer leer aus. Aber wenigstens sollten die Regularien so transparent sein, dass jeder die gleiche Chance auf einen Platz in der Ferienfreizeit hat.

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